Eltville unter den Nominierten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2017

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Eltville. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden zeichnet Vorreiter der kommunalen Nachhaltigkeit aus. Eltville hatte sich 2016 erstmalig um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis beworben, und es immerhin unter die fünf Finalisten bei den Kleinstädten Deutschlands geschafft. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wird vergeben für besondere Leistungen und Engagement in den Kategorien Klima und Ressourcen, Mobilität und Infrastruktur, Wirtschaft und Arbeit, Bildung und Integration, Lebensqualität und Stadtstruktur sowie Governance und Verwaltung.

Prämiert werden Kommunen, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine umfassende nachhaltige Stadtentwicklung betreiben und in den wichtigen Themenfeldern der Verwaltung erfolgreiche Nachhaltigkeitsprojekte realisiert haben. Bei der Vergabe werden auch finanzschwache Bewerber berücksichtigt, die trotz eingeschränkter Möglichkeiten nachhaltig agieren. Die FamilienStadt Eltville am Rhein punktet insbesondere mit dem autofreien und naturnahen Rheinufer sowie umfangreichen Maßnahmen zur Integration von Geflüchteten und einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

Die in der Verwaltung angesiedelte Arbeitsgruppe hatte für die Stadt in diesem Jahr erneut eine Bewerbung eingereicht – und hat es nach der ersten Auswertungsrunde wieder unter die besten fünf Nominierten geschafft. Zur Begründung der Jury heißt es: „Eingebettet in eines der bekanntesten deutschen Weinanbaugebiete, den Rheingau, liegt die Stadt Eltville am Rhein. Grundlage für die nachhaltige Stadtentwicklung ist die ‚Vision Eltville 2030‘, die 2011 von einer Gruppe engagierter Bürger entwickelt und in der Folge im engen Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft fortgeschrieben wurde. Erste Maßnahmen sind bereits umgesetzt: bei der 2017 fertig gestellten Neugestaltung des Rheinufers wurde der Altstadtbereich für den Autoverkehr gesperrt, eine neue Promenade bietet mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer. Die ‚FamilienStadt‘ hat ein breites Kultur- und Freizeitangebot für alle Altersgruppen geschaffen und überzeugt mit umfangreichen Maßnahmen zur Integration von Geflüchteten. Auch für ökologische Nachhaltigkeit setzt Eltville sich ein, beispielsweise durch die Beteiligung an der Kampagne ‚Bienenfreundliches Hessen‘ und durch eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.“

Bürgermeister Patrick Kunkel, Ordnungsamtsleiterin Jasmin Herborn und die Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, Barbara Lilje, haben nun Dr. Caroline Baedeker und Markus Kühlert vom Wuppertal Institut, sowie Cornelia Pfaff von der Stiftung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in Eltville empfangen. Die Fachleute aus dem Auswertungsteam haben sich von den nachhaltigen Maßnahmen vor Ort ein umfassendes Bild machen können und übermitteln die Information an die Jury. Die Expertenjury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, wählt die Sieger und Finalisten des Deutschen Nachhaltigkeitspreises bis Ende September aus und entscheidet, ob Eltville in diesem Jahr unter die drei Finalisten kommt.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis, der in diesem Jahr zum 10. Mal vergeben wird, unterstützt den Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Er bestärkt die relevanten Akteure aus Wirtschaft, Kommunen und Forschung in nachhaltigem Handeln und trägt dazu bei, die Grundsätze nachhaltiger Entwicklung in der öffentlichen Wahrnehmung stärker zu verankern.

Eltville am Rhein, 7. August 2017