Eberbach im Wandel - klösterliche und nachklösterliche Zeit

Kloster Eberbach, das 1136 gegründet wurde, war eines der bedeutendsten und einflussreichsten Zisterzienserklöster und wird oft auch als das größte Weinkloster in Deutschland bezeichnet. Der Einfluss des Klosters auf die Entwicklung des Rheingauer Weinbaus wirkt bis heute nach. Die Abtei besaß eine große geistige Ausstrahlung. Bereits im 11. Jahrhundert gingen vier Tochtergründungen von Eberbach aus, und dem Eberbacher Abt unterstanden im Mittelalter 30 andere Klöster. Eberbach war gleichzeitig aber auch ein großes Wirtschaftsunternehmen und verfügte über einen riesigen Landbesitz. Vor 200 Jahren wurde das Kloster 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Mönche mussten das Kloster für immer verlassen und der gesamte Besitz entweder zerstört, verschleudert oder in alle Winde verstreut. Auch die große und reichhaltige Bibliothek wurde teilweise versteigert und das Wirtschaftsunternehmen Eberbach zerschlagen. Lediglich die weinwirtschaftliche Ausstattung und das Wissen um die Kunst des Weinbaus blieben erhalten. Gebäude, die nicht von der Weinbau–Domäne genutzt wurden, dienten unter anderem als Irrenanstalt und Strafanstalt.

Die künftige Nutzung der alten Gebäude brachte gravierende Veränderungen mit sich. Bei der Führung durch die gesamte Klosteranlage und dem Museum von Eberbach soll die jahrhundert alte Klostergeschichte und die nachklösterliche Zeit den Besuchern wieder lebendig werden. Dazu haben Sie auch Einblick in viele alte Photographien, alte Pläne und Kupferstiche.

Sprache: deutsch.

Warme Kleidung ist zu jeder Jahreszeit zu empfehlen.

Für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer ist diese Führung geeignet.

Treffpunkt: Kassenhalle.

Dauer: 1,5 Stunden.

Preis: 55 Euro pro Gästeführer, zuzüglich Eintritt in das Kloster.

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