Zeitzeugen berichten aus der Geschichte der Stadt

Im „Eltviller ZeitRaum“ erzählen und berichten Menschen aus der Vergangenheit, übermitteln den Zuhörern „wahre Geschichte“, verbunden mit Fakten und natürlich großer Emotionalität.

Die neue Veranstaltungsreihe in der Mediathek nimmt ihre Gäste mit auf eine Reise in das Eltviller Zeitgeschehen von vor vielen Jahrzehnten bis heute.

Eltviller ZeitRaum IV

Mit Helga Simon war ein "Eltviller Urgestein" zu Gast im vierten "Eltviller ZeitRaum" am 26. Oktober 2010. Lebhaft und anschaulich berichtete sie aus längst vergangenen Zeiten, dabei ging sie sogar zurück bis in den 1. Weltkrieg, den ihre Eltern und Großeltern noch miterlebt haben. Neben dem 2. Weltkrieg, den Entbehrungen in der Nachkriegszeit, der Inflation und dem so genannten Wirtschaftswunder wußte Frau Simon aber auch viel Positives zu berichten. Ihre Kindheit empfand sie selbst als spannend und glücklich, in Eltville aufzuwachsen, war für sie ein Geschenk. Und was wäre Eltville heute ohne sie? Als Stadtarchivarin und Gästeführerin, Schrifstellerin und "Frau-für-alle-Fragen-rund-um-Eltville" ist sie vielen Menschen bekannt und der Stadt sehr verbunden.

Die Veranstaltungsreihe läuft so erfolgreich, dass die Stadtverwaltung nun auch eine Reihe für Jugendliche plant, zu Gast wird Helga Simon auftreten und der jungen Generation ein wenig Zeitgeschichte vermitteln.

Eltviller ZeitRaum V

Fast schon ein kleines Jubiläum konnte die erfolgreiche Veranstaltungsreihe am 7. Juni feiern: zum fünften Mal lud der "Eltviller ZeitRaum" zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Dieses Mal war es Siegfried Schön, der seine 80 Gäste mit kurzweiliegn Geschichten unterhielt. Schön, Winzer aus Leidenschaft, ist den Eltvillern nicht nur durch den ECV bekannt. Als einer der Winzermeister der Region (Prüfung 1964), hat er als Verwalter von 1962 bis 1970 beim Grafen zu Elz gearbeitet und ist dann zum Weingut Baron von Knyphausen gewechselt. Dort war er bis in das Jahr 1996 als Kellermeister verantwortlich für „Wein und Genuss“ des Gutes. Die Ausbildung der Lehrlinge, Unterricht für Winzer und die Abnahme von Meisterprüfungen gehörten ebenfalls zu seinem Aufgabengebiet. Schön wußte viel zu berichten zum Thema Weinanbau, aber auch die ein oder andere private Geschichte kam zutage, die die Zuhörer zum Lachen und Erinnern brachten.

Eltviller ZeitRaum III

Die dritte Veranstaltung aus der Reihe "Eltviller ZeitRaum" fand erneut hohen Anklang. Rund 60 Gäste waren in die Mediathek gekommen, um den Erzählungen Willi Leitners, langjähriger Drogeriebesitzer in Eltville, zu lauschen. Dieser hatte viel zu berichten, von seiner Ausbildung zum Drogisten bis hin zu seiner erfolgreichen Selbstständigkeit in Eltville. Geschichten aus einer vergangenen Zeit - Namen bekannter Eltviller, alte Bauten, die es schon heute in der Art nicht mehr gibt, Gegebenheiten, Ladenerlebnisse...all das ließ viel der Gäste zustimmend nicken und nahezu rührig und selbstvergessen in die eigene Vergangenheit blicken - und so erfüllte die Veranstaltung mal wieder ihren ursprünglichen Zweck: die zurückliegenden Zeiten immer mal wieder aufleben zu lassen und sich zu erinnern...und dies auch zu vermitteln!

Willi Leitner ist ein „Unternehmer der ersten Stunde“. Von der Pike auf erlernte er den Beruf des Drogisten nach den Kriegsjahren, nicht aus Passion, sondern „aus der Not heraus“. Im Laufe der Jahre als Lehrling sowie als selbstständi-ger Drogist in Eltville jedoch fand er seine Berufung in diesem Weg. Höhen und Tiefen, geprägt von harter, nicht enden wollender Arbeit und auch finanzieller Sorgen und Existenzängste begleiteten sein Leben als Gewerbetreibender.  Zum Schluss jedoch wurde er für seine Mühen belohnt und konnte sich 2001 ruhigen Gewissens aus dem Geschäft zurückziehen.
„Unsere Kinder können sich unter einer alten Drogerie, so wie ich sie in den 50er Jahren aufgebaut habe, nichts mehr vorstellen. So ist die Zeit über uns hinweg gestrichen und wir leben nur noch in der Erinnerung“, so Willi Leitner.

Diese Erinnerungen gilt es, aufrecht zu halten, und weiter zu tragen – dafür steht die Reihe „Eltviller ZeitRaum“ und begeistert nicht nur die Älteren unter den Gästen.

Eltviller ZeitRaum II

Unter dem Titel „Eltviller Traditionsfirmen im Wandel der Zeiten – der Eltviller Einzelhandel am Beispiel der alteingesessenen Firma Hoehl“ berichteten Helga und Hans W. Hoehl von ihren turbulenten Zeiten als Feinkosthändler im Eltviller Stadt- und Einkaufsleben. Spannende Details, skurrile Geschichten, Tricks und Kniffe und auch die Lebenslust- und einstellung der Familie Hoehl wurde unterhaltsam präsentiert, erneut moderiert von Professor Dr. Leo Gros. Die Erzähler nahmen an diesem Abend die Zuhörer mit das Geschehen rund um das Eltviller Geschäftsleben, berichteten von ihren eigenen Erlebnissen in ihrer Zeit als aktive Gewerbetreibende, dem generellen Einkaufsleben- und verhalten der Eltviller zu damaliger Zeit und zogen auch den Vergleich zu Eltville als heutige Einkaufsstadt. Die 1,5 Stunden reichten kaum aus, um all die Geschehnisse zu erläutern, zumal auch dieses Mal das Publikum das ein oder andere zu berichten wußte und dadurch auch amüsante Dialoge entstanden. 

Der Eintritt war frei. Getränke gab es gegen eine freiwillige Spende, hier kamen rund 85 Euro zusammen, die an das Konto "Burgsanierung" gingen. 

Eltviller ZeitRaum I

Die erste Veranstaltung stand unter dem Titel „Erzählungen und Eindrücke ab 1945“. Als Erzählerin war Ladislaja Gräfin zu Eltz eingeladen, seit dieser Zeit Bürgerin der Stadt; unterhaltsam moderierte der bekannte Eltviller Professor Dr. Leo Gros.

Die Gräfin nahm an diesem Abend die Zuhörer mit in das Jahr 1945, das Jahr ihrer Ankunft in Eltville. Sie sprach über das Rheinufer, die Altstadt, die Stimmung in der Bevölkerung und den Aufschwung in den weiteren Jahren. Das Ambiente bat eine perfekte Plattform für einen Austausch zwischen Erzähler und Zuhörer, eigene Eindrücke konnten geschildert sowie Wünsche und Anregungen in Bezug auf die zukünftige Gestaltung Eltvilles geäußert werden. Darüber freute sich auch Bürgermeister Patrick Kunkel, der den „Eltviller ZeitRaum“ eröffnte.

Der Eintritt war frei. Getränke gab es gegen eine freiwillige Spende, hier kamen rund 200 Euro zugunsten der Burgsanierung zusammen.

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