Unwetter nehmen zu - Überschwemmung aus den Weinbergen

Von: Kerstin Rudloff

Eltville am Rhein. Seit 2004 kämpft die Stadt Eltville mit den sich häufenden Starkregenereignissen. „Viele der Unwetter regnen sich aufgrund der bestehenden Luftströmungen und der Rheintalverengung am Martinsthaler und Rauenthaler Hang ab“, so Ingenieurin Kerstin Rudloff von der Bauverwaltung. Daher wurde auf Bestreben der Stadt im Flurbereinigungsverfahren Eltville/Walluf der Ausbau wasserführender Anlagen vorgezogen.

Es sei jedoch in der Vergangenheit bei der Ausführung von Gräben, Wasserrückhaltebecken, Gehölzpflanzungen und Natursteinmauern wenig Rücksicht auf den künftigen Unterhaltungsaufwand genommen worden. In Zeiten der knappen kommunalen Haushalte ist Kunkel deshalb an das Amt für Bodenmanagement in Limburg (AfB) herangetreten, um zumindest bei der Neuanlage bestimmte Pflegeaspekte vorausschauend einplanen zu können. 

 „Wir brauchen die Flurbereinigung auch im Hinblick auf die zunehmenden Starkregenereignisse. Hier sind dringende Maßnahmen erforderlich, die erfreulicherweise zum Teil in den letzten Jahren schon beschleunigt umgesetzt wurden.“ Dies habe die Überschwemmungen in den Ortslagen deutlich reduziert.

Auch die Weinbauvereine seien zu gemeinsamem Handeln aufgerufen, um die zunehmend in kommunale Hand fallenden zusätzlichen Pflegeflächen zu unterhalten.

„Einen sehr guten Anfang machen wir jetzt im Sonnenberg. Hier wird nicht nur mit Schafen beweidet, sondern auch die Pflegemitwirkung durch einen Landwirt im Flurbereinigungsverfahren angestrebt. Bedauerlich ist, dass einige Gehölze mit abgeweidet wurden, aber dies wird künftig durch bessere Abstimmung im Vorfeld nicht mehr vorkommen“, so Kunkel weiter.

Darüber habe es mit dem verantwortlichen Landschaftsplaner des AfB und der Unteren Naturschutzbehörde des Rheingau-Taunus-Kreises Ortsbegehungen und Abstimmungen zur Ausführung und künftigen Gestaltung der Flächen gegeben.

Kunkel:„Wir arbeiten daran, Ökonomie und Ökologie in den Flurbereinigungsverfahren in Einklang zu bringen und so die nachhaltige Pflege zu gewährleisten“.

Eltville am Rhein, 1. September 2010

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