Präventionsrat Oberer Rheingau finanziert Projekte 2011

Von: Andrea Schüller

Eltville/Kiedrich/Walluf. „Wir sehen uns darin bestätigt, die Anlaufstelle eingerichtet zu haben“, erklären Patrick Kunkel, Winfried Steinmacher und Manfred Kohl gemeinsam aus Anlass der Sitzung des Präventionsrates Oberer Rheingau, dem die drei Kommunen Eltville am Rhein, Kiedrich und Walluf angehören. Die Ansprechpartnerin in der Anlaufstelle, Iris Siepe, hatte in der Sitzung über die zahlreichen Anfragen und das rege Interesse an der Anlaufstelle berichtet. Es gebe einen enormen Bedarf an einem solch niedrigschwelligen Angebot.

„Von unserer Anlaufstelle aus werden die Anfrager bei Bedarf an die für sie richtige Stelle weitervermittelt“, sind die drei Bürgermeister stolz, dass sich die Anlaufstelle nahtlos in das bereits bestehende Angebot einfügt. Das Bestreben, ein eigenes Beratungsangebot des Präventionsrates Oberer Rheingau auf die Beine zu stellen, war zu Beginn durchaus skeptisch beurteilt worden. „Die Nachfrage ist da, sie ist sogar größer als erwartet“, freuen sich die Bürgermeister, hier ganz offensichtlich die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Die Anlaufstelle ist eine Erfolgsgeschichte und Iris Siepe arbeitet eng mit den anderen Institutionen, vor allem mit der Erziehungsberatungsstelle des Kreises zusammen.“

Lob und Anerkennung ernteten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der AG „Kinder, Jugendliche, Schulen" im Präventionsrat Oberer Rheingau während der Sitzung des Kopf-Gremiums mit den Bürgermeistern. Patrick Kunkel, Winfried Steinmacher und Manfred Kohl reagierten mit Stolz auf die Vorstellung der Projekte, die im Jahr 2011 im oberen Rheingau angeboten werden sollen. Iris Siepe, die Sprecherin der AG „Kinder, Jugendliche, Schulen“, stellte die Projekte vor und beantragte stellvertretend für die Ehrenamtlichen in der AG die Fördergelder. Im Kopf-Gremium des Präventionsrates Oberer Rheingau sitzen neben den Bürgermeistern und Iris Siepe der Geschäftsführer des Rates, Michael Stutzer, Christiane Schick-Jensen als Vertreterin der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, der Leiter der Polizeistation Eltville, Jürgen Wiedenhöfer, Harald Gabel und Harald Rubel, die Vertreter des Kreises, sowie Uwe Schneider als Vertreter des Präventionsrates Unterer Rheingau.

Das Kopf-Gremium des Präventionsrates unter der Führung der drei Bürgermeister bewilligte alle beantragten Fördergelder. Diese gute Zusammenarbeit liegt vor allem an der fachlich guten Vorbereitung der Projekte und den bescheidenen finanziellen Summen, die für die Präventionsprojekte erbeten werden.

Die Kindergärten arbeiten kontinuierlich mit Programmen weiter, die das Selbstwertgefühl stärken. Die Gutenberg-Realschule Eltville möchte die Ausbildung von Streitschlichtern fortführen. Außerdem beantragt die Realschule für eine Neuauflage des Theaterstücks "Alkohölle" eine finanzielle Unterstützung. Mit dem Theaterstück soll das Thema Alkoholmissbrauch auf eine ungezwungene und intensive Art angesprochen und so Aufhänger im Unterricht werden. „Stark im Konflikt“ ist ein weiteres Theaterstück, das allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 7 an der Realschule gezeigt werden soll. Für alle drei Maßnahmen erhält die Realschule 1.500 Euro.

 

Das Gymnasium Eltville hat finanzielle Unterstützung für die Ausbildung von Streitschlichtern beantragt und erhält dafür 500 Euro. Die Grundschulen wollen erneut bei einem Theaterstück zum Thema sexuelle Gewalt an Kindern zusammenarbeiten. Dieses Projekt ist derzeit noch in der Planung. Die Schulsozialarbeit am Schulzentrum Wiesweg plant eine Vortragsreihe zum Themenschwerpunkt „Jungen und Aggressivität“. Auch dies unterstützt der Präventionsrat.

 

Die John-Sutton-Schule in Kiedrich bekommt finanzielle Unterstützung für das Präventionsprojekt des Kinderschutzbundes „Komm, wir finden eine Lösung!“, während die Leopold-Bausinger-Schule 500 Euro für das Projekt „PIT – Prävention im Team“ erhält. Das Bethanien-Kinderdorf hatte für das Anti-Gewalt-Training „Hautnah“ 300 Euro für die Neuanschaffung von Judomatten beantragt und bekommt diese auch.

 

Für die Jugendförderung Walluf stehen insgesamt 2.400 Euro bereit. Organisiert werden damit die schon traditionelle Basket-Night, der Skate-Contest und ein Radio Projekt für Jugendliche. Die Jugendpflege Eltville erhält 2.000 Euro finanzielle Unterstützung für ihr neues Angebot eines Hip-Hop-Workshops und die traditionellen Angebote wie Skate-Contest und Schwimmbad-Fest.

Ein weiteres Projekt heißt „FuN – Familie und Nachbarschaft“. Hier wurden kreisweit 14 Personen ausgebildet. In dem Projekt geht es um ein Kompetenztraining für Eltern und deren jugendliche Kinder, das sie sich selbst gemeinsam mit dem Trainerteam erarbeiten. Für die Fortführung stellt der Präventionsrat Oberer Rheingau 2.500 Euro Ausfallbürgschaft zur Verfügung.

Das Mehrgenerationenhaus MüZe Eltville bietet gemeinsam mit dem Kinderschutzbund ein Elternseminar zum Thema „Pubertät“ an. Auch dieses Projekt befindet sich noch in der Planung.

Sehr gut angenommen wurde im vergangenen Jahr der Vortragsabend des Präventionsrates „Schicksal Kindheit“ mit dem Neurologen und Psychiater Dr. Jürgen Wettig. Als Fortsetzung des auf großes Interesse gestoßenen Themas soll es im Jahr 2011 eine Podiumsveranstaltung zum Thema „Bindungsstörungen bei Kindern“ geben.

Auch das Thema Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen verfolgt der Präventionsrat weiter. Das Projekt wird von den Jugendlichen selbst gemeinsam mit dem Präventionsrat vorangetrieben.

Eltville am Rhein, 31. März 2011

<- Zurück zu: Presse

Newsletter bestellen

Vorname:

Name:

Ihre E-Mail-Adresse:

Für Gäste
Für Bürger

Partner der Stadt

Themenverwandtes: