Eltville am Rhein. Nachdem zunehmend Wildschäden aus allen Teilen der Eltviller Gemarkung gemeldet werden, haben nun Wildschweine auch auf dem Eltviller Friedhof und dem neuen Friedhof in Rauenthal ihr Unwesen getrieben. Private Gärten, Feldwegeböschungen und Obstwiesensind immer häufiger betroffen.
„Wir bedauern sehr, das einige Bürger die weitgehende Zerstörung der Frühjahrsbepflanzung Ihrer Gräber beklagen müssen.“, so Bürgermeister Patrick Kunkel. Umgehend habe man daher Vergrämungsmittel eingesetzt, die Zäune gegen Durchbrüche besser gesichert und abschnittsweise Elektrozäune aufgestellt. Da diese jedoch durch Unbekannte an einigen Stellen zerschnitten wurden, fanden die Wildtiere am letzten Märzwochenende erneut Zugang zum Eltviller Friedhof.
Mittelfristig sei der Ersatz der Maschendrahtzäune durch Stabgittermattenzäune geplant, die einen besseren Schutz böten.
Doch nicht nur auf den Friedhöfen, auch in Gärten und Weinbergen, werden die „Schwarzkittel“ zunehmend gesichtet. Besonders jetzt im Frühjahr - der Hauptfortpflanzungszeit - führt ein hoher Wildbesatz bei den Tieren zu Nahrungsengpässen, sodass sie sich bis in die Ortslage hineinbewegen.
Die Stadtverwaltung weist darauf hin, das die Anfütterung der Wildschweine – zum Beispiel durch ausgelegte Möhren, wie auf der Ausgleichfläche am Effert beobachtet - unbedingt vermieden werden soll, damit die Tiere nicht noch zusätzlich angelockt werden.
Eltville am Rhein, 4. April 2011