Eltville am Rhein. Die Wahl zum neuen Kinder- und Jugendbeirat steht kurz bevor. Nachdem die städtische Jugendpflege gemeinsam mit Mitgliedern des aktuellen Beirates verstärkt an die Öffentlichkeit gegangen ist (Presse, Funk, Informationstisch- und besuch in den Schulen, Aushänge), um neue Kandidatinnen und Kandidaten anzuwerben, gehen nun 16 Jugendliche am Freitag, 27. Januar, in die Wahl.
„Die jetzigen Bewerber sind im Alter von 12 bis 16 und sehr engagiert“, freut sich Ursula Wolf, städtische Jugendpflegerin. „Zu unserer letzten KJB Sitzung haben wir sie eingeladen, um uns schon einmal besser kennen zu lernen. Bereits an dem Abend kamen die Kids mit konkreten Vorschlägen. Mehr Sportangebote sind gewünscht, sogar Kochkurse stehen hoch im Kurs. Grundsätzlich waren sich alle Bewerber darüber einig, dass Veranstaltungen wie die Kellerpartys und Konzerte wieder aufgenommen und fest im Programm installiert werden sollen.“
Derzeit sind solche Veranstaltungen nicht möglich, da der Partyraum aufgrund von Brandschutzmängeln geschlossen wurde.
„Dies wäre mit dem Umzug in das ehemalige Amtsgericht auch durchaus machbar, so Bürgermeister Patrick Kunkel. „Es ist ganz wichtig, einen Ort für die Kinder und Jugendlichen einzurichten. Dort sollen sie sich treffen können, gemeinsam spielen, Musik machen, feiern und einfach austauschen. Das Gebäude bietet dafür die optimale Fläche.“
Geplant sind neben Jugendcafe und Band-Proberaum ein Veranstaltungsraum, der für alle Altersstufen nutzbar ist. Die Kandidaten möchten auch Angebote für Kinder in der Altersstufe von 10 bis 13 Jahren schaffen.
Der Umzug ist für das kommende Halbjahr geplant, die Kids sollen so schnell wie möglich eine neue Bleibe finden. Parallel beginnen die Bauarbeiten in der alten Schlittschule, dort entsteht eine Kindertagesstätte.
Die Wahl zum Kinder- und Jugendbeirat findet erstmals nicht nur im Schulzentrum und im „JUZ“, sondern auch in den Stadtteilen statt, hier die Zeiten:
„Ohne Kinder- und Jugendbeirat kann es keine erfolgreiche Jugendarbeit in der Stadt geben, deshalb hoffe ich auf eine hohe Wahlbeteiligung. Dieser Beirat ist das Sprachrohr der Kinder und Jugendlichen, also der Erwachsenen von morgen, und muss unbedingt stärker bei der Planung und Umsetzung der Stadtentwicklung eingebunden werden, das ist eines meiner großen Ziele in der Jugendarbeit.“
Eltville am Rhein, 16. Januar 2012