
Kurfürstliche Burg, Eltville:
Die am Rheinufer gelegene Burg ist das Wahrzeichen von Eltville, der ältesten Stadt im Rheingau. Das Bauwerk ist ab dem 12. Jahrhundert Teil der Stadtbefestigung und dient unter anderem den Mainzer Erzbischöfen als Residenz. Nach vielen hundert Jahren bewegter Geschichte wird sie im Jahr 1635 von schwedischen Truppen zerstört. Nur der Wohnturm bleibt erhalten. Seit 1936 ist die Burg im Besitz der Stadt Eltville. Weitere Informationen zum Kurfürstlichen Burg erhalten Sie hier.

Burgruine Scharfenstein, Kiedrich:
Burg Scharfenstein wird Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut zum Schutz von Mainzer Besitzungen. Im Jahr 1191 wird die Burg besetzt von Burgmannen, die sich entsprechend dem Namen der Burg fortan als „von Scharfenstein“ bezeichnen. Rund 100 Jahre später wird das Bauwerk von Truppen des deutschen Königs Albrecht von Österreich während des Rheinischen Zollkriegs (1300-1302) belagert. Eingenommen werden kann die Burg jedoch nicht.
Ab dem Jahr 1340 verliert die Burg allmählich an Bedeutung, unter anderem bedingt durch den Ausbau der Kurfürstlichen Burg in Eltville und ab 1500 durch die Verstärkung des „Rheingauer Gebücks“, der nördlichen Grenzbefestigung des Rheingaus.
Seit dem 16. Jahrhundert ist die Burg nicht mehr bewohnt, lediglich der Bergfried wird noch als Wachturm verwendet. Im 17. Jahrhundert wird das sich im Verfall befindende Bauwerk zweimal von französischen Truppen zerstört. Kurze Zeit später geht die Burgruine Scharfenstein in den Besitz der Gemeine Kiedrich über. Sie wird jedoch jetzt vermehrt als Steinbruch genutzt.
Im 19. Jahrhundert besinnt man sich, die Burg als Kulturgut zu erhalten. Zahlreiche Reparaturen und Instandsetzungen finden seitdem statt. Seit 1962 gehört zudem ein Grillplatz zu dem Areal rund um das Wahrzeichen der Gemeine Kiedrich. Heute ist der Burgvorplatz Schauplatz für verschiedene Veranstaltungen.

Burg Hattenheim:
Bei dem sich im Ortskern von Hattenheim befindlichen Bauwerk handelt es sich um eine Turmburg, welche ursprünglich vier Stockwerke umfasste. Der Zugang zum Wohnbereich befand sich im Obergeschoss. Er war vermutlich durch einen hölzernen Steg mit den Burgmauern verbunden und konnte im Falle eines Angriffes beseitigt werden. Die Burg selbst war ursprünglich wohl von einem Wassergraben umgeben.
Was die Entstehungsgeschichte und das Alter der Burg betrifft, kann man aufgrund fehlender Anhaltspunkte lediglich vermuten, dass eine befestigte Anlage bestand, bevor die eigentliche Burggründung durch die „Herren von Hattenheim“ um das Jahr 1100 stattfand.
Im Jahr 1411 geht die Burg in den Besitz der Freiherrn Langwerth von Simmern über. Rund 300 Jahre ist sie Wohn- und Stammsitz dieses Rheingauer Adelsgeschlechts, dann aber erfolgt der Umzug nach Eltville. Seitdem ist die Burg nicht mehr bewohnt. Lediglich das aus dem 17. Jahrhundert stammende Nebengebäude wird noch genutzt. In den folgenden Jahrhunderten verfällt die Burganlage.
Seit den 1960er Jahren hat sich vermehrt der Wille zum Erhalt des Baudenkmals durchgesetzt. Vor allem seit 1979 wird die Burganlage in mühevoller Kleinarbeit von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern ausgebaut und restauriert.
Heute ist die Burg zentrale kulturelle Begegnungsstätte. Regelmäßige Veranstaltungen laden in romantischer Atmosphäre zum Verweilen ein.