Schloss Reinhartshausen, Erbach:
Im Jahr 1801 wurde mit dem Bau des Schlosses auf dem ehemaligen Areal eines Rittersitzes begonnen. Marianne von Preußen, geborene Prinzessin der Niederlande, erwarb im Jahr 1855 das Anwesen, nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hatte. Im Laufe der Jahre machte Sie Reinhartshausen zu eine kulturellen Anziehungspunkt am Rhein. Eine Sammlung von mehr als 600 Gemälden wurde in dem Anwesen ausgestellt. Hierfür wurde sogar ein Museum eingerichtet. Darüber hinaus entwickelte sich Schloss Reinhartshausen zur Anlaufstelle für junge Künstler. Seit geraumer Zeit ist in dem Gebäude ein Hotel untergebracht.

Bis 1987 blieb das gesamte Schloss im Besitz derer von Preußen. Bis 1991 wurde das Hotel grundlegend restauriert und um den Westflügel erweitert. Reinhartshausen gehört zu den luxuriösesten Häusern in Deutschland. Seit einigen Jahren zählt das Hotel darüber hinaus zu den leading small hotels of he world.

Katholische Kirche St. Markus, Erbach:
Die Errichtung dieses Gotteshauses begann im Jahr 1477. Bis in das Jahr 1728 wurde es mehrmalig erweitert. Trotz dieser Tatsache ist eine vornehmlich spätgotische Bauweise charakteristisch für das Bauwerk.

Im Innenraum der Kirche befinden sich drei Altäre, von denen der 1810 errichtete Hochalter am imposantesten ist. Prägend für die Gestalt des aus einem hohes Mittelschiff und verhältnismäßig niedrigen Seitenschiffen bestehenden Innenraums ist darüber hinaus die reichhaltig verzierte Kanzel von 1741. Eine weitere Sehenswürdigkeit befindet sich hoch oben auf dem über 50 m hohen Turm der Kirche: Dort befindet sich die älteste, noch läutbare Glocke im Rheingau. Sie wurde 1377 gegossen und ist der heiligen Anna geweiht.

Katholische Kirche St. Valentinus, Kiedrich:
Die als „Schatzkästlein der Gotik“ bezeichnete Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert gilt als eine der schönsten Kirchen der Region. Zusammen mit der benachbarten Michaelskapelle bildet sie ein Ensemble, das durch eine reizvoll gestaltete Kirchhofsummauerung vom Marktplatz der Gemeinde abgetrennt ist.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden sich auf der Anlage. Von besonderer Bedeutung sind eine aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammende Madonna, drei gotische Flügelaltäre und die älteste noch bespielbare gotische Orgel Deutschlands von 1500.

Kloster Eberbach, Hattenheim:
Das Kloster gilt als eines der schönsten und bedeutendsten Beispiele mittelalterlicher Baukunst in Hessen. Es handelt sich bei dem Bauwerk um eine idealtypische Anlage eines Zisterzienserklosters, das vornehmlich aus den 12. Bis 14. Jahrhundert stammt und dessen Erscheinungsbild einzigartig in Deutschland ist. Charakteristisch ist eine Anordnung in vier Flügeln, in deren Mitte sich ein Kreuzgang mit Kreuzgarten befindet. Neben diesem Bereich des Klosters zählen besonders das Mönchsdormitorium und die Basilika zu den beeindruckendsten Bereichen der mittelalterlichen Anlage.

Bereits 1115 siedeln sich die ersten Geistlichen auf dem Klostergelände an. Rund 20 Jahre später beziehen die ersten Zisterzienser aus Clairvaux die am Eberbach gelegene Anlage. Für Jahrhunderte ist das Kloster Heimat von Geistlichen, die nach der harten zisterziensischen Lebensordnung beten und arbeiten. Erst 1803 wird die Abtei infolge der Säkularisation aufgehoben. Seit 1946 ist das Kloster Eigentum des Landes Hessen.

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