
Sebastiansturm, Eltville:
Der Turm an der Leergasse stellte den südwestlichen Eckpfeiler der Stadtbefestigung, welche wohl ab dem Jahr 1332 errichtet wurde, dar. Von dem Turm aus läuft eine zinnenbesetzte Mauer nach Norden. Sie vermittelt eine Vorstellung vom Aussehen des ehemaligen Festungsgürtels, der mit einem tiefen, etwa 20 m breiten Graben umgeben war. Mauerreste befinden sich noch an drei weiteren Standorten im Stadtgebiet.

Katholische Kirche St. Markus, Erbach:
Die Errichtung dieses Gotteshauses begann im Jahr 1477. Bis in das Jahr 1728 wurde es mehrmalig erweitert. Trotz dieser Tatsache ist eine vornehmlich spätgotische Bauweise charakteristisch für das Bauwerk.Im Innenraum der Kirche befinden sich drei Altäre, von denen der 1810 errichtete Hochalter am imposantesten ist. Prägend für die Gestalt des aus einem hohes Mittelschiff und verhältnismäßig niedrigen Seitenschiffen bestehenden Innenraums ist darüber hinaus die reichhaltig verzierte Kanzel von 1741. Eine weitere Sehenswürdigkeit befindet sich hoch oben auf dem über 50 m hohen Turm der Kirche: Dort befindet sich die älteste, noch läutbare Glocke im Rheingau. Sie wurde 1377 gegossen und ist der heiligen Anna geweiht.

Kloster Eberbach, Hattenheim:
Das Kloster gilt als eines der schönsten und bedeutendsten Beispiele mittelalterlicher Baukunst in Hessen. Es handelt sich bei dem Bauwerk um eine idealtypische Anlage eines Zisterzienserklosters, das vornehmlich aus den 12. Bis 14. Jahrhundert stammt und dessen Erscheinungsbild einzigartig in Deutschland ist. Charakteristisch ist eine Anordnung in vier Flügeln, in deren Mitte sich ein Kreuzgang mit Kreuzgarten befindet. Neben diesem Bereich des Klosters zählen besonders das Mönchsdormitorium und die Basilika zu den beeindruckendsten Bereichen der mittelalterlichen Anlage.
Bereits 1115 siedeln sich die ersten Geistlichen auf dem Klostergelände an. Rund 20 Jahre später beziehen die ersten Zisterzienser aus Clairvaux die am Eberbach gelegene Anlage. Für Jahrhunderte ist das Kloster Heimat von Geistlichen, die nach der harten zisterziensischen Lebensordnung beten und arbeiten. Erst 1803 wird die Abtei infolge der Säkularisation aufgehoben. Seit 1946 ist das Kloster Eigentum des Landes Hessen.
Weiterführende Informationen zur ehemaligen Zisterzienserabtei erhalten Sie hier. Eine Bildergalerie finden Sie hier.