Katholische Kirche St. Valentinus, Kiedrich:
Die als „Schatzkästlein der Gotik“ bezeichnete Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert gilt als eine der schönsten Kirchen der Region. Zusammen mit der benachbarten Michaelskapelle bildet sie ein Ensemble, das durch eine reizvoll gestaltete Kirchhofsummauerung vom Marktplatz der Gemeinde abgetrennt ist.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden sich auf der Anlage. Von besonderer Bedeutung sind eine aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammende Madonna, drei gotische Flügelaltäre und die älteste noch bespielbare gotische Orgel Deutschlands von 1500.

Jeden Sonn- und Feiertag findet in Kiedrich ein Choralhochamt statt, in dem die seit 1333 bestehende Tradition des Gregorianischen Chorals gepflegt wird. Gestaltet wird das Hochamt von den Kiedricher Chorbuben.

Katholische Kirche St. Markus, Erbach:
Die Errichtung dieses Gotteshauses begann im Jahr 1477. Bis in das Jahr 1728 wurde es mehrmalig erweitert.  Trotz dieser Tatsache ist eine vornehmlich spätgotische Bauweise charakteristisch für das Bauwerk.

Im Innenraum der Kirche befinden sich drei Altäre, von denen der 1810 errichtete Hochalter am imposantesten ist. Prägend für die Gestalt des aus einem hohes Mittelschiff und verhältnismäßig niedrigen Seitenschiffen bestehenden Innenraums ist darüber hinaus die reichhaltig verzierte Kanzel von 1741. Eine weitere Sehenswürdigkeit befindet sich hoch oben auf dem über 50 m hohen Turm der Kirche: Dort befindet sich die älteste, noch läutbare Glocke im Rheingau. Sie wurde 1377 gegossen und ist der heiligen Anna geweiht.

Burgruine Scharfenstein, Kiedrich
Burg Scharfenstein wird Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut zum Schutz von Mainzer Besitzungen. Im Jahr 1191 wird die Burg besetzt von Burgmannen, die sich entsprechend dem Namen der Burg fortan als „von Scharfenstein“ bezeichnen. Rund 100 Jahre später wird das Bauwerk von Truppen des deutschen Königs Albrecht von Österreich während des Rheinischen Zollkriegs (1300-1302) belagert. Eingenommen werden kann die Burg jedoch nicht.

Im Jahr 1340 beginnt der Bedeutungsverlust der Burg. Dieser ist zunächst in dem Ausbau der Kurfürstlichen Burg in Eltville zu sehen. Zum vollständigen Bedeutungsverlust kommt es um 1500 durch  den Ausbau des „Rheingauer Gebücks“, der nördlichen Grenzbefestigung des Rheingaus.

Seit dem 16. Jahrhundert ist die Burg nicht mehr bewohnt, lediglich der Bergfried wird noch als Wachturm verwendet. Im 17. Jahrhundert wird das sich im Verfall befindende Bauwerk zweimal von französischen Truppen zerstört. Kurze Zeit später geht die Burgruine Scharfenstein in den Besitz der Gemeine Kiedrich über. Sie wird jedoch jetzt vermehrt als Steinbruch genutzt.

Im 19. Jahrhundert besinnt man sich, die Burg als Kulturgut zu erhalten. Zahlreiche Reparaturen und Instandsetzungen finden seitdem statt. Seit 1962 gehört zudem ein Grillplatz zu dem Areal rund um das Wahrzeichen der Gemeine Kiedrich. Heute ist der Burgvorplatz Schauplatz für verschiedene Veranstaltungen.

Kurfürstliche Burg, Eltville:
Die am  Rheinufer gelegene Burg ist das Wahrzeichen von Eltville, der ältesten Stadt im Rheingau. Das Bauwerk ist ab dem 12. Jahrhundert Teil der Stadtbefestigung und dient unter anderem den Mainzer Erzbischöfen als Residenz. Nach vielen hundert Jahren bewegter Geschichte wird sie im Jahr 1635 von schwedischen Truppen zerstört. Nur der Wohnturm bleibt erhalten. Seit 1936 ist die Burg im Besitz der Stadt Eltville.

Ausführliche Informationen zur Geschichte der Burg, Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Veranstaltungen finden Sie hier.

Themenverwandtes: