Das "neue Dorf" Martinsthal

Ein starker Zustrom von der einen zur anderen Seite des Rheingauer Gebücks, das als Schutzwall im 13. Jahrhundert vor Leibeigenheit, Fron und Steuern bewahren sollte, brachte der so entstehenden Großgemeinde zunächst den Namen Neudorf. Erst 1935 erhielt Martinsthal seinen von dem Schutzpatron des Mainzer Erzbistums stammenden Namen zurück. 1977 wurde Martinsthal offiziell zu einem Stadtteil von Eltville.

Der Ort ist von Weinbergen eingerahmt. Sehenswert sind die kleine gotische Pfarrkirche, heute als Kulturkirche für Veranstaltungen genutzt, und der Marktplatz mit dem ehemaligen Rat-, Back- und Wirtshaus, welches sich als reich geschmückter Fachwerkbau aus dem 16. Jahrhundert präsentiert. Dort finden wir auch die Figur des Stehkragenwinzers, die von Stolz und Selbstverständnis der Martinsthaler Winzer zeugen soll. Eine vom gleichen Künstler in Anlehnung an eine der bekanntesten Rheingauer Weinbergslagen („Martinsthaler Wildsau“) geschaffene Wildsau-Gruppe begegnet den Gästen am Ortsausgang.

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