Eltviller RosenWochen vom 17. Mai bis 15. Juni 2014

Seit 1988 ist ist Eltville am Rhein deutsche Rosenstadt. Für dieses Jubiläum wurde in 2013 eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. Diese kam so gut an,  dass wir in diesem Jahr zu den zweiten Eltviller RosenWochen einladen. Einen bunten Rosenstrauß an Events und Aktionen rund um die Königin der Blumen stellt die Stadt im Mai und Juni gemeinsam mit der IG Eltville aktiv, den Mitgliedern der Rosenfreunde Eltville und weiteren Kulturveranstaltern zusammen: Während der Eltviller RosenWochen können die Gäste viele kulturelle Veranstaltungen, Lesungen und sinnliche Rosen-Erlebnisse in Eltville genießen.

Hier geht es zum Programmflyer mit allen Terminen.
Erhältlich ist das Programm auch in der Tourist-Information, Burgstraße 1, Telefon 06123 9098-0.

 Foto: Werner Scheuermann

 

Heinrich Siesmayer - Gartenkünstler der Gründerzeit

Im Mittelpunkt der diesjährigen RosenWochen steht die Ausstellung "Heinrich Siesmayer - Gartenkünstler der Gründerzeit", die vom 18. Mai bis 9. Juni 2014 im Turm der Kurfürstlichen Burg gezeigt wird. Siesmayer war einer der bedeutendsten Gartenarchitekten im 19. Jahrhundert.  Über 500 Parks und Gärten hat er - überwiegend in Hessen - geschaffen.

Die Ausstellung in Kooperation mit der KulturRegion FrankfurtRheinMain präsentiert auf insgesamt 36 Tafeln biographische Stationen Siesmayers und gibt Einblick in sein gartenkünstlerisches Wirken. Neben seinen bedeutendsten Anlagen wie etwa dem Frankfurter Palmengarten und dem Kurpark in Bad Nauheim wird auch auf das Prinzip des englischen Landschaftsparks eingegangen, das Siesmayer vertrat.

Angereichert wird die Ausstellung mit Bildern und Informationen von Villen und Gärten aus Eltville am Rhein wie zum Beispiel die Anlagen der Villen Marix und Sicambria.

Öffnungszeiten: 18. Mai bis 9. Juni 2014, täglich von 10 bis 18 Uhr

Eintritt: 3 Euro / ermäßigt 2 Euro (inklusive Besichtigung des Burgturms)

Informationen: Tourist-Information in der Kurfürstlichen Burg, Burgstraße 1, Eltville am Rhein, Telefon 06123 9098-0, touristik (at) eltville.de

Hier gibt es alle Informatinen rund um die Ausstellung zum download.

Genießen Sie nach dem Besuch der Ausstellung ein Glas Schloss VAUX Sekt in unserer Sektbar im romantischen Burghof!

Rosenstadt Eltville

Dort, wo weltberühmte Weine auf sanften Hügeln reifen, gedeiht auch die Königin des Blumenreichs prächtig. Schon Ende des 19. Jahrhunderts machte Eltville, die älteste Stadt im Rheingau, als Rosenstadt von sich reden. 1871 gründete Carl Schmitt in Eltville eine Rosenschule. Über eine halbe Million dorniger Schönheiten wuchsen damals jährlich vor den Stadtmauern auf großen Rosenfeldern heran. Eltviller Rosen waren seinerzeit sehr angesehen und begehrt. Und so reichten die Geschäftsbeziehungen der Rosenschule sogar bis zum Hofe des Zaren in St. Petersburg. Aber auch zahlreiche andere Gärtner in Eltville züchteten Rosen, besuchten Ausstellungen und gewannen dabei Preise.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es zunächst ruhig um die Rosenstadt Eltville. Erst in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erlebte sie dank des damaligen Stadtgärtnermeisters Reinhard Pusch wieder einen Auftrieb. Er sorgte für die verstärkte Aufzucht von Rosen und bestückte damit die städtischen Anlagen. Auch im Burggraben legte er 1979 Rosenbeete an und pflanzte Kletterrosen.

Der Verein Deutscher Rosenfreunde hat Eltville im Jahre 1988 das Prädikat "Rosenstadt" verliehen. Eltville war damals die vierte Rosenstadt in ganz Deutschland. Heute gibt es neun Rosenstädte, sechs Rosendörfer und einen Rosenkreis. Eltville gehört diesem erlesenen Kreis an, da die Rose hier eine ortsbildprägende Rolle spielt. Ein eigener Rosenverein (Rosenfreunde Eltville e.V., Informationen unter www.rosenfreunde-eltville.de) mit zahlreichen aktiven Mitgliedern kümmert sich engagiert um die Pflege der Rosenkultur in der Stadt. 


Heute blühen im Sommer rund 22.000 Rosenstöcke in 350 Sorten, darunter viele Raritäten und historische Rosen. Gerade im Burggraben und am Rheinufer kommt die Blütenpracht in den Sommermonaten besonders gut zur Geltung. 1990, zwei Jahre nach der Prädikatsverleihung, wurde eine Züchtung aus der Rosenschule Tantau auf den Namen „Stadt Eltville“ getauft. Sie bekam wenig später eine asiatische Schwester, die den Namen „Schönes Eltville“ trägt. Der japanische Rosenzüchter Kazuzo Tagashira aus Hiroshima schenkte sie der Stadt Eltville. Anlässlich des Jubiläums „10 Jahre Rosenstadt Eltville am Rhein“ widmete die Wein- und Sektstadt den asiatischen Rosenfreunden eine neue Floribundarose, die den Namen „Friedensgedächtnispark Hiroshima“' erhielt.

Eltville lädt immer am ersten Wochenende im Juni zu Rosentagen mit mehrtägigem Programm rund um die Königin des Blumenreiches ein.

In diesem Rahmen wurde im Jahr 2006 eine Rose auf den Namen „Johannes Gutenberg“ getauft, zu Ehren des genialen Erfinders des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, der einst in Eltville lebte und wirkte. 

Zwei Jahre später - nämlich 2008, anlässlich des 20-jährigen Jubiläums "Rosenstadt Eltville" - kam die Neuzüchtung "Hildegard von Bingen" hinzu. Diese erinnert an die Freundschaft Eltvilles zur Stadt Bingen am Rhein, wo in 2008 die Landesgartenschau Rheinland-Pfalz stattfand. 

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