Bildung, demokratische Teilhabe, Medienkompetenz: Kooperation zwischen Stadt Eltville und Gymnasium Eltville

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Eltville am Rhein. Das Erbe Gutenbergs prägt die Stadt Eltville auch heute noch. Bürgermeister Patrick Kunkel hat zusammen mit Jugendpflegerin Franziska Bruns dem Gymnasium Eltville kurz vor dem Beginn der Sommerferien einen Besuch abgestattet. Im Gespräch mit Schulleiterin Angelika Morschheuser und Jochen Kleinschmidt, dem stellvertretenden Schulleiter, ging es um die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Schule und um Bildung, demokratische Teilhabe und Medienkompetenz.

 

Dem Verwaltungschef liegt eine enge Kooperation mit dem Gymnasium am Herzen, denn „hier in der Schule sitzen ja nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern gleichzeitig die Bürger dieser Stadt“. Kunkel macht sich schon lange Gedanken um die Zukunft der Demokratie. „Demokratie funktioniert nur dann, wenn es Menschen gibt, die mitmachen und sich in die Gemeinschaft einbringen“, erklärt er. Deshalb sei ihm die Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Eltville so wichtig.

 

„Wer mitreden will, braucht Kenntnisse darüber, wie Demokratie funktioniert, wie ich Anregungen so auf den Weg bringen kann, dass sie im besten Falle zu einem Plan und schließlich umgesetzt werden“, ist Kunkel überzeugt. Bestes Beispiel für ein solches Angebot an Jugendliche ist die Initiative #YCFF – Your City for Future. Angedockt an das Jugendzentrum Eltville können engagierte Jugendliche ihre ganz konkreten Ideen zum Klimaschutz für den Ort, in dem sie leben, über den Kinder- und Jugendbeirat auf den Weg durch die städtischen Gremien bringen.

 

„Wir haben das Projekt, den Wiesweg mit Fahrtziel Schulzentrum zu sperren, genau auf diesem Weg erfolgreich umgesetzt“, erzählt Jugendpflegerin Franziska Bruns. Das fördert nicht nur das Selbstvertrauen der Jugendlichen und lehrt sie Demokratie, sondern bringt einen echten Effekt für die Umwelt: Die Luft ist morgens und mittags rund um das Schulzentrum sauberer geworden, weil die endlosen Staus und die vielen Abgase der nicht mehr vom Fleck kommenden Elterntaxis aufgehört haben.

 

Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Schule hat bereits viele Facetten: Sie fängt im Präventionsrat Oberer Rheingau an, setzt sich über das Projekt Medienscouts und die Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit fort und geht mit der losen Veranstaltungsreihe „Jugend debattiert“ weiter. „Wir haben in den letzten Jahren unser JUZ massiv ausgebaut“, benennt der Bürgermeister die Grundlage für alle Arbeit mit Jugendlichen.

 

„Wir alle haben Demokratie erlernt“, weiß Kunkel, „offenbar können wir über die Klimaschutzbewegung und die Aktivisten bei den Freitagsdemonstrationen bei jungen Menschen ein Interesse an politischen Prozessen wecken.“ Kunkel ist überzeugt, dass in der Schule potentiell interessierte Demokraten sitzen. Deren Interesse an demokratischer Teilhabe sollten wir wecken, meint der Verwaltungschef.

 

„Gerade wir in der Gutenbergstadt Eltville sollten überdies ein großes Interesse daran haben, dass unsere Kinder eine gute Medienkompetenz entwickeln“, betont der Bürgermeister. Deshalb möchte er die Kooperation mit dem Gymnasium Eltville ausbauen. Die Medienscouts sollen nach den Ferien mit einem neuen Konzept an den Start gehen, erklärt Franziska Bruns. Außerdem stelle die Stadt gerne Räume für Aktivitäten von Jugendlichen zur Verfügung. „Denkbar wäre auch eine AG für die Schülerschaft als Plattform zur Demokratieschule“, so Kunkel, der dazu eine Kooperation zwischen Schule, Stadt und Philipp Kraft-Stiftung anstrebt. Erste Kontakte sind hier bereits geknüpft: Die Philipp Kraft-Stiftung bietet im neuen Schuljahr eine AG am Gymnasium an: „Mission wir alle“.

 

„Wir als Schule sind froh, dass wir mit dem Bürgermeister der Stadt Eltville einen echten Ansprechpartner haben“, erklärt Direktorin Angelika Morschheuser und ihr Kollege Jochen Kleinschmidt betont: „Wir freuen uns über eine künftig noch engere Zusammenarbeit als bisher.“ Sichtbar soll die Kooperation in Richtung Schulung des Demokratieverständnisses werden, indem der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt im Gymnasium eine Pinwand für Nachrichten und Angebote erhält und auch ein Briefkasten für Mitteilungen aus der Schülerschaft an den KJB im Gebäude aufgehängt wird. „Wir werden nach den Ferien unsere Kooperation schriftlich fixieren“, berichtet Angelika Morschheuser ein zentrales Ergebnis des Treffens. „Und mir geht es um das öffentlich sichtbare Bekenntnis zum Schulstandort Eltville-Wiesweg“, erklärt Kunkel seine Triebfeder für die deutlich engere Kooperation mit dem Gymnasium Eltville.

 

Eltville am Rhein, 2. Juli 2020

 

 

Bildunterschrift:

Jochen Kleinschmidt (von links), Angelika Morschheuser, Franziska Bruns und Patrick Kunkel haben sich getroffen, um die Zusammenarbeit zwischen Gymnasium Eltville und Stadt noch enger zu flechten.

 
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