Bürgermeister Kunkel: "Kinder und Jugendliche gehören in Eltville in die Mitte der Gesellschaft"

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Eltville am Rhein. Jugendpflegerin Ulla Wolf hat jetzt das Konzept für die Jugendarbeit in der Stadt Eltville im Magistrat vorgestellt. „Unser Konzept ist gut angekommen“, berichtet Bürgermeister Patrick Kunkel aus der Sitzung. „Die Grundlage unseres Handelns ist die tiefe Überzeugung, dass Kinder und Jugendliche in die Mitte der Gesellschaft gehören“, erklärt Kunkel.

„Deshalb bauen wir jetzt auch die Skateranlage am Rheinufer, die sehr gut von Jugendlichen angenommen wird, zu einem Kinder- und Jugendgelände am Rhein aus“, freut sich Kunkel. Dort sollen zwischen Schwimmbad und jetziger Skateranlage ein Streetballfeld und ein Bolzplatz entstehen. „Wir haben für diese Maßnahme 150.000 Euro im Haushalt“, erklärt Kunkel, „das wird ein cooler Treffpunkt.“

Jugendarbeit habe die Aufgabe, Räume zu schaffen, in denen sich Jugendliche optimal entwickeln können, so Kunkel. Ebenso wichtig für die Identitätsbildung sind konkrete Jugendräume, in denen Jugendliche eigene Erfahrungen unter Gleichaltrigen machen können, Verantwortung übernehmen und selbst Projekte planen und umsetzen. Die Jugendgruppen, die es in Eltville und den Stadtteilen schon gibt, sind gute Bespiele dafür.

„Wir nehmen Kinder und Jugendliche und ihre Anliegen und Bedürfnisse wichtig und ernst“, betont Kunkel. Aus dieser Haltung heraus sei die Institution des Kinder- und Jugendbeirates in der Stadt Eltville eine Selbstverständlichkeit. Gewählte Mitglieder aus allen Stadtteilen vertreten die Interessen aller Kinder und Jugendlichen aus ganz Eltville am Rhein. Es finden regelmäßig Sitzungen statt. Zudem gibt es eine Zusammenarbeit mit anderen Jugendvertretungen im Kreis. „Unsere Jugendpflege macht auch Freizeit- und Sportangebote“, berichtet Kunkel.

Die Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats helfen bei Veranstaltungen wie etwa Rock am Entenplatz und organisieren Waffelstände. Aktuell plant der Kinder- und Jugendbeirat zusammen mit dem Ortsbeirat Eltville, die Stromkästen zu bemalen. „Wenn statt der grauen Stromkästen künftig Kunstwerke zu sehen und zu bewundern sind, macht das nicht nur unsere Stadt schöner und bunter, sondern stärkt auch das Selbstbewusstsein der jungen Künstler“, ist sich Bürgermeister Patrick Kunkel sicher.

Ein Leuchtturmprojekt, auf das Kunkel besonders stolz ist, sind die Medienscouts, die einst als Eltviller Scouts auf Initiative des Eltviller Verwaltungschefs hin angefangen haben und heute Rheingauer Medienscouts sind, die mit insgesamt vier weiterführenden Schulen im Rheingau zusammenarbeiten. Gegründet im Jahr 2011 bereiten die Scouts jüngere Schülerinnen und Schüler auf die Tücken des Internets vor. Die Medienscouts bieten neben der Einzelberatung auch Vorträge an Schulen und Elternabende in KITAs an. Insgesamt wurden schon über 60 Scouts ausgebildet. Dieses Projekt hat sowohl den Kreis- als auch den Landespräventionspreis erhalten.

Über diese Gruppen hinaus gibt es im JUZ ein JuVA-Team, das zur Zeit aus 23 jungen Leuten besteht. Das Team bereitet alle Events des JUZ mit vor und setzt sie um. Es gibt monatliche Teamsitzungen, die Teamer beteiligen sich an den Renovierungsarbeiten im JUZ und setzen den Garten instand. Die jungen Leute packen mit an und übernehmen Verantwortung für „ihr“ JUZ. Mitglieder des Teams bieten bei Festen einen Waffelverkauf an. Der Erlös fließt ins JUZ zurück. „So konnte kürzlich ein neuer Billardtisch angeschafft werden“, freut sich Kunkel.

Das JuVA-Team lädt monatlich zu einer Party im JUZ, außerdem zu Rock am Entenplatz, engagiert sich bei den städtischen Poolpartys, beim BAN-Festival in Geisenheim sowie beim Skatecontest. Das Team beteiligt sich am Austausch mit den Partnerstädten und Teamer helfen beim Kinder- und beim Mädchentreff. Für sein Engagement gegen den übermäßigen Alkoholkonsum von Jugendlichen erhielt das JuVA-Team den Kreispräventionspreis. – Das Preisgeld ist ebenfalls ins JUZ zurückgeflossen: Mit dem Geld wurde ein neuer Kicker angeschafft.

Den Mädchentreff gibt es seit 2016. Jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr können sich die Mädchen im JUZ frei entfalten. 15 Mädchen kommen regelmäßig. Es handelt sich jedoch um einen offenen Treff, so dass jede Woche neue Mädels dazukommen können. Die Mädchen haben schon zwei Partys organisiert und den Stand des JUZ auf dem Weihnachtsmarkt unter ihrer Regie gehabt. Dafür haben die Mädchen gebastelt und gewerkelt und den eingefahrenen Erlös zurück ins JUZ gesteckt.

Überdies ist der Kindertreff – mittwochs von 16 bis 18 Uhr – eine Institution: Hier wird gespielt, gebastelt, gelesen und getobt. Ausflüge stehen auch auf der Tagesordnung.

Eingebettet ist die Jugendpflege in das Netzwerk des Präventionsrates Oberer Rheingau und in die Arbeit des Ausschusses für Jugend, Soziales, Sport und Kultur der Stadtverordnetenversammlung. Durch eine enge Verzahnung des Kinder- und Jugendbeirates auch mit der Arbeit des Magistrats sollen Anliegen von Kindern und Jugendlichen und Angelegenheiten, die sie betreffen, einen selbstverständlichen Platz in Politik und Verwaltung bekommen.

„Ein weiteres, herausragendes Projekt ist der Jugendpark der Kulturen der Philipp Kraft Stiftung“, erklärt Bürgermeister Kunkel. Am Jugendpark der Kulturen arbeiten die Jugendlichen aus dem JUZ und die Jugendpflege tatkräftig mit. Die Stadt unterstützt das Projekt finanziell. Es geht dabei um die Integration und Teilhabe von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft. „Dieser Park entsteht nicht irgendwo, sondern an herausgehobener Stelle in unserer Stadt – nämlich direkt neben der Eltviller Burg“, erläutert Kunkel. „Bereits der Standort drückt aus“, so Kunkel, „dass Kinder und Jugendliche in Eltville in die Mitte der Gesellschaft gehören und dass sie und ihre Anliegen wichtig und ernst genommen werden.“

Eltville am Rhein, 16. Februar 2018

 
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