Initiative "wellcome" ein Jahr alt

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Eltville. Der Eltviller Bürgermeister Patrick Kunkel ist begeistert vom „Netzwerk FamilienStadt Eltville“. Darunter fasst er alle ehrenamtlichen und institutionellen Aktivitäten für Familien im Sinne einer gelebten Präventionsarbeit in seiner Heimatstadt. Hier ist ein starkes Auffangnetz entstanden, das seinesgleichen sucht. „Eine neue Rosenblüte ist im vergangenen Jahr aufgegangen, die in der Präventionsarbeit eine wichtige Lücke im ganz frühen Lebensalter in unserer Rosenstadt schließt“, freut sich Kunkel über die Gründung von wellcome Eltville vor rund einem Jahr. 

Wellcome bietet praktische Hilfe für Familien nach der Geburt eines Babys an. „Oft erleben Familien die Situation so, dass die Freude riesig ist, aber kaum noch etwas geht“, beschreibt Katja Ossadnik, „das ist der pure Babystress, aber keine Hilfe weit und breit, weil immer öfter Eltern, Geschwister und Bekannte über das ganze Land verstreut leben.“ – Wer also keine Hilfe hat, bekommt sie von wellcome. Und dieses ehrenamtliche Engagement unterstützt auch Bürgermeister Kunkel, indem er zum Beispiel einen Erste-Hilfe-Kurs für die Helferinnen finanziert. 

Für die Familien, die sich rund um die Uhr um die Bedürfnisse des Neugeborenen kümmern, vielleicht gleichzeitig noch Geschwisterkinder nach ihrem Recht rufen und der Familienvater nach einer ersten Urlaubsphase wieder arbeiten geht oder die Mutter alleinerziehend ist, sind diese ersten gemeinsamen Monate mit einem neuen Menschenleben anstrengend. „Deshalb werden in dieser Situation unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen wie gute Engel empfunden“, weiß Katja Ossadnik. Sie ist die Koordinatorin von wellcome Eltville und mit ihrem Hintergrund als Kinderkrankenschwester und Diplompflegepädagogin genau die Richtige, um die ehrenamtlichen Engel mit Familien zusammenzubringen, die um Unterstützung bitten. Durch ihre Arbeit als Kursleiterin von Mutter-Kind-Gruppen weiß sie, wie wichtig Unterstützung in der ersten Zeit nach der Geburt ist. 

„Wellcome leistet einen Beitrag zu einer Gesellschaft, in der Kinder willkommen sind“, sagt Katja Ossadnik. Dazu gehöre auch, Verantwortung zu übernehmen und dort zu helfen, wo keine Hilfe ist. Wellcome ist familienfreundliche Nachbarschaft, getragen durch bürgerschaftliches Engagement aller. „Das Ziel von wellcome Eltville besteht darin“, so Ossadnik weiter, „die Stadt Eltville und den ganzen Rheingau familienfreundlicher zu gestalten.“

Die Philosophie der Gründerin Rose Volz-Schmidt, Geschäftsführerin der gemeinnützigen wellcome gGmbH, gibt ein afrikanisches Sprichwort wieder: „Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind groß zu ziehen.“ – Will heißen, dass alle Eltern am Anfang ihrer Familienarbeit Unterstützung benötigen. 

Die wellcome-Idee wächst seit dem Startschuss im März 2011 stetig: Zur Zeit engagieren sich zehn ehrenamtliche wellcome-Engel im Eltviller Team. Sie kommen aus dem gesamten Rheingau und aus Heidenrod. Betreut werden aktuell 15 Familien, fünf stehen auf der Warteliste und zwei Betreuungen sind erfolgreich abgeschlossen worden. Insgesamt wurden im Jahr 2011 335 Betreuungsstunden geleistet. Dabei profitiert nicht nur die Familie des neugeborenen Kindes von der ehrenamtlichen Hilfe, sondern auch die Engel erhalten durch die Aufgabe einen Sinn. Die Eltviller Engel sind zwischen 21 und 66 Jahren alt. Auch hier zeigt sich, dass der Begriff „familienfreundlich“ mehrere Generationen miteinschließt. 

„Ich habe mir von Beginn meiner Amtszeit an die Familienpolitik und deren Förderung auf die Fahnen geschrieben“, betont Kunkel. Dazu zähle für ihn nicht nur ein öffentlichkeitswirksamer Hessischer Familientag, „den ich nach Eltville geholt habe, sondern auch die Hilfe im Kleinen“. Kunkel hilft gerne bei der Werbung für diese gute Sache. Gesucht werden nämlich weitere ehrenamtliche Engel, die regelmäßig fortgebildet werden, versichert sind und deren Fahrtkosten erstattet werden. Spenden für diese segensreiche Einrichtung werden ebenfalls gerne gesehen. 

Die Aktion wellcome wurde 2002 in Hamburg gegründet und 2006 von der Universität Kiel evaluiert. Die Wirksamkeit von wellcome zur Entlastung der Mütter, der damit verbundenen Förderung einer positiven Mutter-Kind-Beziehung sowie das gewaltpräventive Potential wurden wissenschaftlich nachgewiesen. 

Wer sich für diese segensreiche Initiative interessiert, kann sich an Katja Ossadnik wenden unter der Telefonnummer 06123 99 94 81 oder per Mail eltville@wellcome-online.de.

Eltville am Rhein, 12. März 2012

 
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