Klimawandel: Drittes Netzwerktreffen der Weinbau-Akteure im Rheingau findet wieder digital statt

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Eltville am Rhein. „Kooperationen zur Klimaanpassung in Weinbau-Landschaften“ – kurz KliA-Net heißt das vom Bundesumweltministerium geförderte Modellprojekt, dessen Ziel es unter anderem ist, geeignete Maßnahmen zum Schutz der Weinreben und Weinbaulandschaft zu erforschen und umzusetzen. Zielgruppe sind dabei Winzer, Verbandsakteure und andere kommunale Beteiligte, die sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf den Weinbau beschäftigen. Die drei Projektpartner, die Hochschule Geisenheim, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie und die Stadt Eltville am Rhein erarbeiten in Kooperation mit dem Rheingauer Weinbauverband konkrete Maßnahmen und geben Winzerinnen und Winzern Handlungsempfehlungen im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen in der Weinbauregion.

Über 160 Akteure haben sich im KliA-Net-Netzwerk bereits zusammengeschlossen, und tauschen sich zweimal jährlich über neue Forschungsergebnisse und praktische Maßnahmen aus, um die vom Weinbau geprägte Landschaft fit für den Klimawandel zu gestalten. Vor Ort in beispielhaften Weinbaubetrieben werden mögliche Maßnahmen zum Beispiel für den Bodenschutz in erosionsgefährdeten Lagen und zum Wasserrückhalt in der Fläche entwickelt. Durch Einwerben zusätzlicher Fördermittel sollen sie künftig umgesetzt werden. 

Nachdem das erste Netzwerk-Treffen im November 2019 noch in der Kurfürstlichen Burg in Eltville stattfinden konnte, laden die Projektpartner nach dem  erfolgreichen digitalen Treffen im Juli 2020 Mitglieder des Netzwerks nun erneut in den virtuellen Raum der Hochschule Geisenheim University. Am 25. November um 19 Uhr werden nach einem Eingangsstatement des Präsidenten Peter Seyffardt vom Rheingauer Weinbauverband zur diesjährigen Weinlese und den klimatischen Verhältnissen sowie den Einflüssen der Corona-Krise good practice-Beispiele von Winzerinnen und Winzern vorgestellt. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Wetterextreme haben bereits Betriebe Maßnahmen in ihren Weinbergen ergriffen, um zum Beispiel gegen Starkregen oder extreme Trockenheit vorzubeugen. Bei der Stadt Eltville gibt es mit Thomas Merkes, Fachbereichsleiter Nachhaltigkeit, Energie und Umwelt, einen Ansprechpartner, der sich bei Vorort-Terminen in den Weinbergen mit den Winzern über Maßnahmen abstimmt. KliA-Net ist eines der Projekte, für das die Stadt Eltville mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021 ausgezeichnet wird.

Am 25. November um 19 Uhr steht ein Erfahrungsaustausch zu den klimatischen Bedingungen der diesjährigen Weinlese im Fokus des digitalen Netzwerktreffens. So berichten die Projektpartner von Vorort-Besuchen bei Winzern im Weinberg, im Anschluss haben die Teilnehmenden Gelegenheit, bei einer von Prof. Leo Gros moderierten Diskussion Fragen zu stellen oder über eigene Erfahrungen mit den Auswirkungen der klimatischen Veränderung im Weinberg zu berichten.  Zum Abschluss informiert Dr. Peter Thomas von der Universidad Cuyo über die Situation im Weinbaugebiet Mendoza in Argentinien und von den Partnerschaftsprojekten mit der Hochschule Geisenheim University.

Das Netzwerk KliA-Net besteht mittlerweile aus über 160 Interessierten. Innerhalb des Netzwerkes sollen effektive, zukunftswirksame Handlungs- und Umsetzungskonzepte zur Klimaanpassung für die unterschiedlichen Akteure im Weinbau und in der Landschaft entwickelt und umgesetzt werden. Alle Interessierten sind eingeladen, am digitalen Netzwerktreffen am 25. November teilzunehmen und auch Teil des Netzwerkes zu werden. Rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn erhalten alle zuvor über den Anmeldelink online angemeldeten Teilnehmer die Zugangsdaten zum virtuellen Raum zugeschickt.

Unter www.klianet.de gibt es weitere Informationen zum aktuellen Projektstand, relevante Studien – und die Möglichkeit, dem Netzwerk beizutreten.

Info:

3. KliA-Net Netzwerktreffen:
Mittwoch, 25. November 2020, 19 Uhr, digital.
Anmeldungen bitte bis zum 23. November online unter: https://www.eltville-marktplatz.de/veranstaltungen/digitales-klia-net-treffen/

Eltville am Rhein, 29. Oktober 2020

 
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