Präventionsrat Oberer Rheingau: Finanzierung der Projekte 2012

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Eltville/Kiedrich/Walluf. „Wir sehen uns darin bestätigt, die Anlaufstelle eingerichtet zu haben“, erklären Patrick Kunkel, Winfried Steinmacher und Manfred Kohl gemeinsam aus Anlass der Sitzung des Präventionsrates Oberer Rheingau, dem die drei Kommunen Eltville am Rhein, Kiedrich und Walluf angehören. Die Ansprechpartnerin in der Anlaufstelle, Iris Siepe, hatte in der Sitzung anonym über die zahlreichen Anfragen und das rege Interesse an der Anlaufstelle berichtet. Es gebe einen enormen Bedarf an einem solch niedrigschwelligen Angebot.

„Von unserer Anlaufstelle aus werden die Anfrager bei Bedarf an die für sie richtige Stelle weitervermittelt“, sind die drei Bürgermeister stolz, dass sich die Anlaufstelle nahtlos in das bereits bestehende Angebot einfügt. Das Bestreben, ein eigenes Beratungsangebot des Präventionsrates Oberer Rheingau auf die Beine zu stellen, war zu Beginn durchaus skeptisch beurteilt worden. „Die Nachfrage ist da, sie ist sogar größer als erwartet“, freuen sich die Bürgermeister, hier ganz offensichtlich die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Die Anlaufstelle ist eine Erfolgsgeschichte und Iris Siepe arbeitet eng mit den anderen Institutionen, vor allem mit der Erziehungsberatungsstelle des Kreises, zusammen.“

Lob und Anerkennung ernteten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der AG „Kinder, Jugendliche, Schulen" im Präventionsrat Oberer Rheingau während der Sitzung des Kopf-Gremiums mit den Bürgermeistern. Patrick Kunkel, Winfried Steinmacher und Manfred Kohl reagierten mit Stolz auf die Vorstellung der Projekte, die im Jahr 2012 im oberen Rheingau angeboten werden sollen. Iris Siepe, die Sprecherin der AG „Kinder, Jugendliche, Schulen“, stellte die Projekte vor und beantragte stellvertretend für die Ehrenamtlichen in der AG die Fördergelder. Im Kopf-Gremium des Präventionsrates Oberer Rheingau sitzen neben den Bürgermeistern und Iris Siepe der Geschäftsführer des Rates, Michael Stutzer, Christiane Schick-Jensen als Vertreterin der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, der Leiter der Polizeistation Eltville, Jürgen Wiedenhöfer, Harald Rubel als Vertreter des Kreises, Andrea Schüller von der Stadt Eltville sowie Uwe Schneider als Vertreter des Präventionsrates Unterer Rheingau.

Das Kopf-Gremium des Präventionsrates unter der Führung der drei Bürgermeister bewilligte alle beantragten Fördergelder. Bei zwei Projekten gab es noch Klärungsbedarf. Diese gute Zusammenarbeit liegt vor allem an der fachlich guten Vorbereitung der Projekte und den bescheidenen finanziellen Summen, die für die Präventionsprojekte erbeten werden.

Die Gutenberg-Realschule Eltville möchte die Ausbildung von Streitschlichtern fortführen. Außerdem beantragt die Realschule für das Theaterstück „Stark im Konflikt“ Unterstützung, einem Programm zum Thema Mobbing, das allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 7 gezeigt werden soll. Für beide Maßnahmen erhält die Realschule 1.000 Euro. Das Gymnasium Eltville hat finanzielle Unterstützung für die Ausbildung von Streitschlichtern beantragt und erhält dafür 500 Euro.

Der Präventionsrat Oberer Rheingau organisiert jedes Jahr ein Theaterstück zur Stärkung des Selbstwertgefühls für Kinder. In diesem Jahr werden alle Kinder der ersten und zweiten Klassen sowie die Vorschulkinder aus allen Schulen und Kindertageseinrichtungen des oberen Rheingaus angesprochen. Überdies gibt es fünf Vorstellungen im unteren Rheingau. Die Organisation lag in den Händen von Addi Seitz, dem Leiter der Otfried-Preußler-Schule in Rauenthal, der diese wichtige Aufgabe stets für den Präventionsrat übernimmt. Das Theaterstück „Die große Nein-Tonne“ der „theaterpädagogischen werkstatt“ läuft bereits. Alle Kinder zahlen einen Kostenbeitrag von vier Euro, der Präventionsrat übernimmt 2.800 Euro der Kosten.

In diesem Jahr bietet der Präventionsrat zudem ein Theaterstück für Jugendliche an. Noch vor den Sommerferien soll das Stück „Klassenfeind 2.0“ aufgeführt werden. Das Stück beschäftigt sich auf besonders eindringliche Weise mit verbaler Gewalt zwischen Jugendlichen und den Folgen. Aufgearbeitet werden auch die Beweggründe der Protagonisten für solche gewalttätigen Äußerungen. Für dieses Theaterstück gibt der Präventionsrat 400 Euro aus.

Die Schulsozialarbeit am Schulzentrum Wiesweg plant die Fortsetzung ihrer Vortragsreihe zu Themen, die den Erziehenden unter den Nägeln brennen. Auch hier unterstützt der Präventionsrat die wichtige Arbeit mit 500 Euro. Konkrete Themen und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Für die Jugendförderung Walluf stehen insgesamt 1.000 Euro bereit. Organisiert werden damit die schon traditionelle Basket-Night und der Skate-Contest. Die Jugendpflege Eltville erhält ebenfalls 1.000 Euro finanzielle Unterstützung für die Schwimmbad-Party, in diesem Jahr mit Sport- und Fun-Wochenende vom 17. bis 19. August und für die Angebote für Jugendliche am Sektfest. Die Bühne mit den Attraktionen für Jugendliche wird am Entenplatz stehen.

Der Präventionsrat Oberer Rheingau unterstützt überdies zwei Großprojekte, die im unteren Rheingau stattfinden und erfolgreich laufen: zum einen den „Kinderzauber“ in der Forschungsanstalt Geisenheim, zum anderen das Kulturfestival „Besser als nix“, das Jugendlichen die Gelegenheit gibt, ihre Talente vor einem großen Publikum zu zeigen. Beide Projekte erhalten je 500 Euro.

 

 
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