Rheinufergestaltung ein Prozess über Jahre: Rosen und Rhein

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Eltville am Rhein hat viele Attribute
Rheinufergestaltung ein Prozess über Jahre: Rosen und Rhein

Eltville. „Wir wollen mit der Neugestaltung ein weiteres Attribut unserer Stadt ins Blickfeld rücken, den Rhein, – ohne auf das andere Attribut zu verzichten, die Rosen“, beschreibt Bürgermeister Patrick Kunkel die Intention der Baumaßnahmen am Rhein. „Baumaßnahmen wirken, während sie noch am Laufen sind, oftmals befremdlich“, weiß der Verwaltungschef. „Das Projekt ist derzeit noch nicht abgeschlossen“, so Kunkel weiter.

Wenn die Maßnahme fertiggestellt ist, wird der Blick auf den Rhein rechts und links von Rosenbeeten flankiert – „was ein ganz neues und faszinierendes Bild ergeben wird, da bin ich sicher“, stellt Kunkel fest. Als Leitgedanke galt den Planern von Anfang an, dass mit der Neugestaltung der Blick hin zum Rhein eröffnet wird, der ein wichtiges Attribut der Stadt darstellt. Schließlich ist der Rhein im Stadtnamen verankert und erscheint folgerichtig auch im Stadt-Logo.

„Wir möchten den Blick auf den Rhein gewinnen, ohne die Rosen zu verlieren“, dies sei Leitgedanke der Planung gewesen, beschreibt Kunkel. Er ist sich darüber bewusst, dass sich das dem Betrachter im Augenblick noch nicht erschließen könne, einfach weil die Beete noch nicht mit Rosen bepflanzt seien. „Wir konnten selbstverständlich vor der Trockenperiode des Sommers keine Rosen pflanzen“, gibt er zu bedenken. Die Beete seien aber von Anfang an wieder für Rosenstöcke vorgesehen. Noch im Herbst sollen neue, blühfreudige und widerstandsfähige Rosenstöcke gepflanzt werden.

Das neu angelegte Beet im Vordergrund und ein weiteres Beet an der Rampe sollen im Herbst mit neuen, blühfreudigen und widerstandsfähigen Rosen bepflanzt werden.

„Wir nutzen die Neugestaltung des Rheinufers auch dafür, unsere Beete mit neuer Erde zu befüllen, neue Stöcke zu pflanzen und die Anlage der Rosen im Sinne der Nachhaltigkeit zu überdenken“, gibt er bekannt. Die Stadt Eltville am Rhein will nach und nach die Rosenanlagen in der Kurfürstlichen Burg und am Rheinufer in eine ökologisch-biologische Bewirtschaftung überführen. Zudem seien viele Rosen auch in die Jahre gekommen und müssten erneuert werden. „Es gehört für mich zusammen, dass wir nicht mehr spritzen, bienenfreundliche Stauden zwischen die Rosen pflanzen und Krankheiten und Befall mit natürlichen Mitteln bekämpfen“, erklärt der Bürgermeister.

Auch wenn die lange gewünschte und dringend notwendige öffentliche Toilettenanlage am Rheinufer in diesem Herbst installiert wird, werden Rosen entnommen. „Edelreiser der für die Rosenstadt Eltville am Rhein wichtigen Rosen wie die Reinhard Pusch- und Carl Schmitt-Rosen haben unsere Gärtner bereits zur Veredelung nach Steinfurth gebracht“, betont Kunkel. Sobald die veredelten Rosen zur Verfügung stehen, werden sie wieder in die Rosenanlage integriert.

Geländer wird ersetzt

Noch nicht abgeschlossen ist die Rheinufergestaltung auch im Hinblick auf das derzeit abgesperrte rostige Geländer. Hierzu steht die Stadt in engem Kontakt mit der Denkmalpflege. „Zunächst sollte das alte Geländer aufgearbeitet werden“, erklärt Kunkel, „wir haben ganz aktuell aber eine Expertise eines Statikers erhalten, die besagt, dass das Geländer den heutigen Ansprüchen an die Sicherheit und die Standfestigkeit nicht mehr genügt.“ Deshalb arbeiteten die Fachleute im Bauamt bereits daran, das Geländer durch ein neues zu ersetzen. Dieses solle der Einheitlichkeit wegen das Erscheinungsbild jenes Geländers am Anleger 511 erhalten. „Um das Neuanfertigen des Geländers beauftragen zu können, benötigen wir die Zustimmung der Denkmalpflege“, stellt Kunkel fest.

Die Rheinufergestaltung hat ihre Anfänge im Jahr 2007 genommen. Hier wurde ein erstes Planungskonzept als Diskussionsgrundlage im Magistrat vorgestellt. Die Erschließungsstraße zum Rhein am Schwimmbad vorbei etwa ist ein Ergebnis der intensiven Diskussionen rund um die Rheinufergestaltung, die in den folgenden Jahren auch mit breiter Bürgerbeteiligung geführt wurde. Letztlich hat die Stadtverordnetenversammlung am 1. Juli 2013 die entscheidenden Beschlüsse gefasst und im April 2015 gingen die ersten Bauarbeiten im Abschnitt zwischen Matheus-Müller-Straße und Leergasse los.

Bürgermeister Patrick Kunkel, Planer Andreas Scholtissek und Erster Stadtrat Hans-Walter Pnischeck beim Start der Umsetzung zum Gesamtprojekt Rheinufergestaltung am 2. April 2015.

„Ein solches Großprojekt erstreckt sich über mehrere Jahre“, so Kunkel. Anders sei dies nicht finanzier- und leistbar. Zur Jahreswende 2011/2012 habe es drei Bürgerversammlungen gegeben, auch danach seien immer wieder Bürger-Anregungen in die konkreten Planungen eingeflossen. „Uns ist daran gelegen, dass die Rheinufergestaltung – wenn auch über einen langen Zeitraum umgesetzt – wie aus einem Guss erscheint“, erklärt Kunkel. Dies sei auch mit dem Element der Platanenreihe gelungen, die sich nun vom Schwimmbad bis zur Burg erstrecke.

Die aktuellen Bauarbeiten nehmen ihren Fortgang mit der Bepflanzung der Rosenbeete und dem Anbringen des neuen Geländers und setzen sich im nächsten Jahr im Bereich am Weinprobierstand fort. Hier entstehen Sitzstufen zum Rhein hin, es wird ein befestigtes Band im Schotterbelag geben, um denjenigen, die mit Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind, das Bewegen in diesem Bereich zu erleichtern, und gleichzeitig schafft die Stadt einen barrierefreien Zugang zum Weinstand.

Die aktuelle Planung der letzten beiden Bauabschnitte der Rheinufergestaltung.

Eltville am Rhein, 17. August 2021

 
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