Sanierung der Erbacher Trauerhalle bald abgeschlossen

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Erbach. „Es bewahrheitet sich einmal mehr der Ausspruch“, stellt Bürgermeister Patrick Kunkel fest, „dass man auf Überraschungen trifft, sobald man an ein altes Gebäude rangeht.“ Die Stadt Eltville am Rhein wollte auf Initiative der Ortsvorsteherin Claudia Rohrmann und des Ortsbeirates die Trauerhalle auf dem Erbacher Friedhof wieder funktionstüchtig machen und dazu zwei kleine Räume zum Hauptraum hin öffnen. Im Anschluss sollten die Decke und der Boden erneuert und die Wände verputzt und gestrichen werden.

„Aus dieser Anfangsidee ist eine aufwendige Sanierung geworden“, erklärt der Eltviller Verwaltungschef, denn die Trauerhalle genießt zusammen mit der Pfarrkirche St. Markus und der benachbarten Kreuzigungsgruppe Ensembleschutz. Somit war die Denkmalpflege bei der Sanierung miteinzubeziehen. Zu Beginn der Arbeiten wurde festgestellt, dass das Dach undicht war. „Hier hat die Denkmalpflege zur Auflage gemacht, dass das Dach wieder wie im ursprünglichen Zustand mit Schiefer einzudecken ist“, so Kunkel.

Die Erbacher Trauerhalle während der Sanierungsarbeiten.

Die Planer haben überdies den Boden geöffnet, um sich die Konstruktion genauer anzusehen. Das Ergebnis der Begutachtung war, dass der Unterbau heutigen Auflagen und Ansprüchen an eine Nutzung als Trauerhalle nicht gerecht wird. Deshalb hat das Team des städtischen Bauamtes entschieden, eine neue Bodenplatte aus Beton erstellen zu lassen. In diesem Zuge wurde eine ohnehin erforderliche Heizung in Form einer elektrischen Fußbodenheizung eingebracht. „Wollen wir die Trauerhalle das ganze Jahr zur Nutzung zur Verfügung stellen, so war eine notwendige neue Bodenplatte ein richtiger Anlass für den Einbau einer Heizung“, erklärt Bürgermeister Kunkel.     

Die Platten im Außenbereich waren stark verwittert und beschädigt. Auch hier war eine grundhafte Sanierung erforderlich, weil der Untergrund wasserundurchlässig und die verwendeten Platten gar nicht für den Außenbereich geeignet waren. Ein Glaser hat bereits die vorhandenen Fenster in seiner Werkstatt restauriert. Defekte Bleiverglasungen wurden ersetzt oder neuzeitliche Verglasungen gegen Echtantikglas ausgetauscht. Die fest verschlossenen Fensterflügel wurden wieder gangbar gemacht, die Holzteile der Fenster aufgearbeitet.

Außerdem soll die vorhandene Türanlage restauriert werden. Das undichte Dach hat Schäden an der Decke hinterlassen. Zudem ist die Decke durch die Wandabbrüche ohnehin beschädigt. Die vorhandene Decke soll daher ausgebaut und gegen eine neue Decke mit Einbaustrahlern ausgetauscht werden. „Wir erneuern überdies die Elektrik der Trauerhalle vollständig“, berichtet Kunkel. Leuchten, Schalter und Steckdosen müssen ergänzt, die aktuell nicht vorhandene Heizung muss angeschlossen und angesteuert werden.

Die Außenputzoberflächen der Außenwände weisen diverse Beschädigungen wie Risse, Abplatzungen durch Feuchtigkeitseintrag und Pflanzbewuchs der Fassade auf. Zudem weichen die Putzoberflächen der Trauerhalle von denjenigen der bereits sanierten Toilette ab. Die Putzflächen müssen überarbeitet und instandgesetzt werden. „Wir wollen die Oberflächen passend zu denjenigen der Toilette herstellen lassen“, erläutert Kunkel. Der Maler soll zudem den Auftrag erhalten, auch die Holzteile im Bereich des Dachüberstandes, des Vordachs und der Vordachstützen zu überarbeiten. Um eine größtmögliche Kostenkontrolle zu behalten, vergibt die Stadt die Malerarbeiten allerdings erst dann, wenn der Innenausbau abgeschlossen ist.

Die Erbacher Trauerhalle auf einem historischen Foto unbekannten Datums aus dem Stadtarchiv.

Eltville am Rhein, 2. Juni 2021

 
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