EINLADUNG

Wie gelingt die Integration von Flüchtlingen die nach Deutschland und in den Rheingau kommen?
Alle Bemühungen können nur dann erfolgreich sein, wenn die Gesellschaft sich offen zeigt, die kulturellen Eigenheiten derjenigen Menschen, die zu uns nach Deutschland und in den Rheingau kommen, zu verstehen. Denn so ist es wiederum möglich, den Neuankömmlingen die deutsche Kultur näher zu bringen.
In seinem Vortrag 
'' Die muslimische und arabische Kultur kennenlernen - Umgang mit Flüchtlingen ''
will  Dr. Moustafa Selim, Integrationsbeauftragter der Hochschule Geisenheim, unsere  Ehrenamtlichen Mitarbeiter und Interessierte für dieses Thema sensibilisieren.
Er erklärt die Umgangsformen in der arabischen Kultur und räumt Vorurteile aus dem Weg.
Denn so ist es wiederum möglich den Neuankömmlingen die Deutsche Kultur näher zu bringen.

Die Veranstaltung findet am 11.07.2016 um 19 Uhr 
in der Gemeinschaftsunterkunft Lorch, Gewerbepark Wispertal 1, 65391 Lorch, Haus 22 im zweiten OG im Aufenthaltsraum statt.

Auf ihr kommen freut sich das Betreuungsteam der Malteser Werke Lorch.

In Kooperation mit der Stadt bietet Fresko e.V. einen Workshop für alle Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit an. Mehr Information und Anmeldung hier.

Die Stadt Eltville am Rhein ist auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.
Für Geldspenden steht Ihnen das Konto des Fördervereins FamilienStadt Eltville e.V. bei der NASPA zur Verfügung. Die Kontodaten lauten:
Förderverein FamilienStadt Eltville e.V.
Verwendungszweck: Spende Asyl
IBAN: DE29 5105 0015 0461 1965 29
BIC: NASSDE55XXX 
Verwendungszweck: „Spende Asyl“

Bei einer Spende bis 200 Euro reicht der Kontoauszug als Nachweis für das Finanzamt aus. Ab 200 Euro erstellt die Stadtverwaltung gern eine Spendenbescheinigung.

Eltville am Rhein. „Die ersten Asylbewerber sind gut in Eltville angekommen“, so berichtet Bürgermeister Patrick Kunkel. In der letzten Woche traf eine syrische Familie mit sechs Personen, eine Mutter, zwei Söhnen und einer Tochter sowie zwei Cousins der Familie ein, die sogleich von Mitarbeitern der Stadt und dem Malteser Hilfsdienst herzlich begrüßt und willkommen geheißen wurde. Der Eltviller Tisch e.V. hatte ebenfalls Vorbereitungen zum Empfang getroffen, um die Familie bestens mit einer Grundausstattung zu versorgen. „Wir haben sie bei den ersten notwendigen behördlichen Gängen begleitet und sie anschließend gleich in ihre Wohnung nach Erbach gebracht, damit sie sich erst einmal in Ruhe einfinden können“, so Kunkel weiter. Die Vorbereitungen für die Aufnahme weiterer Asylbewerber laufen weiterhin auf Hochtouren, sämtliche Beteiligten stehen bereit, um die Ankommenden in ihrer neuen Heimat zu begrüßen und ihnen die ersten Wege zu erleichtern. Das Ehrenamtsbüro der Stadt Eltville sucht momentan aus den vielen Hilfsangeboten der Bürger Paten für die syrische Familie aus, die diese im alltäglichen Leben unterstützt. Ebenso sollen Deutschstunden organisiert werden, auch hierfür haben sich bereits Freiwillige gemeldet. Zur Unterbringung weiterer Asylbewerber befinden sich die Renovierungsarbeiten in der geplanten Unterkunft Wacholderhof in der Endphase. Hierbei sind insbesondere die aufwendigen brandschutztechnischen Maßnahmen noch abzuschließen, ohne die eine Bewohnung der Einrichtung nicht möglich ist. Nach Fertigstellung der Arbeiten und erfolgter Reinigung werden die Räumlichkeiten für den Bezug ausgestattet und hergerichtet. Nach Abnahme durch die zuständigen Stellen des RTK kann dann eine Zuweisung von Asylbewerbern in diese Einrichtung möglicherweise noch in 2014 erfolgen.
Für die weitere Einrichtung in Erbach, „Vater Rhein“, konnte nun nach Klärung der Versicherungsfragen zum 1. Dezember der Mietvertrag geschlossen werden und die Schlüsselübergabe erfolgen. Jetzt gilt es, auch hier noch die baulichen Maßnahmen im Sinne des Brandschutzkonzeptes umzusetzen, um die Einrichtung schnellstmöglich zur Verfügung stellen zu können.
Eltville am Rhein, 5. Dezember 2014

                                                      ••••••

Eltville am Rhein. Nachdem die erste Familie aus Syrien gut in Eltville aufgenommen worden ist, liefen die Vorbereitungen für die Aufnahme weiterer Asylbewerber auf Hochtouren. Denn der Rheingau-Taunus-Kreis kündigte für die Woche vor Weihnachten weitere Flüchtlinge zur Aufnahme an. Kurzfristig beriefen Bürgermeister Patrick Kunkel und Ordnungsamtsleiter Michael Stutzer noch den „Runden Tisch“ ein: Vertreter und Ehrenamtliche sozialer Einrichtungen wie den Maltesern, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Eltviller Tisch, dem Ehrenamtsbüro, dem Mehrgenerationenhaus Müze, der Jugendpflege und der Kirchen berieten über die zu treffenden Maßnahmen im Hinblick auf die Ankunft der Flüchtlinge. Mittlerweile sind 44 Menschen auf dem Wacholderhof eingetroffen, davon 13 Kinder. Viele Flüchtlinge kommen aus Syrien.
„Die Menschen müssen erst einmal zur Ruhe kommen“, so Behrouz Asadi, der mit seinem Team von den Malteser Werken die soziale Betreuung übernommen hat und den Asylbewerbern hilft, die ersten Schritte in der neuen Umgebung zu unternehmen. Dabei unterstützen ihn zahlreiche Ehrenamtliche, deren Einsatz und Angebote vom EhrenamtsBüro Eltville koordiniert werden. Zudem hatte das Team vom Eltviller Tisch für jeden Flüchtling einen „Willkommensbeutel“ zusammengestellt, mit notwendigen Hygieneartikeln und Lebensmitteln – alles finanziert aus Spenden.
Die Eltviller Malteser übernahmen den Fahrdienst von Bad Schwalbach, wo die Asylbewerber zunächst die ersten Formalitäten erledigten.
Am Montag fand bereits bei einem weihnachtlichen Zusammenkommen auf dem Wacholderhof die erste Begegnung mit Bürgerinnen und Bürgern statt, die zuvor schon ihre Unterstützung signalisiert hatten. Bei Kaffee, Stollen und Plätzchen wurden, dank der Hilfe von Dolmetschern, erste Kontakte geknüpft und erste Maßnahmen zur konkreten Hilfe organisiert. Die bereit gestellten Spielsachen kamen sofort zum Einsatz: Jugendliche des MÜZE-Teams und des Jugendtreffs spielten mit den Kindern.
„Wir sind sehr froh, dass die Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, so nett von den Eltvillern aufgenommen werden“, so Bürgermeister Patrick Kunkel, der die Flüchtlinge herzlich willkommen hieß, und sich bei den zahlreichen Helfern bedankte. Und der katholische Pfarrer Robert Nandkisore ergänzte: „Sie sind uns alle willkommen, gleich welcher Religion Sie angehören!“ Dafür dankten die Menschen mit herzlichem Applaus.
Jetzt können die Flüchtlinge über die Feiertage erst einmal zur Ruhe kommen, bevor im neuen Jahr die Hilfsangebote starten: So haben sich bereits „Paten“ für die Familien gemeldet, die diese im alltäglichen Leben unterstützen möchten. Ebenso werden Deutschstunden organisiert, auch hierfür haben sich bereits Hilfswillige gemeldet.
Wer ebenfalls helfen möchte, meldet sich bitte unter der E-Mail-Adresse: ehrenamt@eltville.de, die persönliche Rückmeldung erfolgt spätestens nach den Feiertagen. Allerdings bittet die Stadtverwaltung momentan von Möbel- und Kleiderspenden abzusehen, da die Unterkünfte bereits ausgestattet sind.
Über weitere Bedarfe informiert die Stadt auf ihrer Homepage.

Eltville am Rhein, 23. Dezember 2014

Eltville am Rhein. Bis Ende des Jahres werden bis zu 400 Flüchtlinge in den Kommunen des Rheingau-Taunus-Kreises untergebracht und betreut. Eltville ist eine dieser Kommunen, die Stadt erhält zunächst eine Zuweisung von 80 Asylbewerbern bis Ende 2014. „Diese Aufgabe stellt uns alle, sowie die Stadtverwaltung als auch die Bevölkerung vor eine große Herausforderung – in logistischer, finanzieller und besonders auch sozialer Hinsicht“, so Bürgermeister Patrick Kunkel.
Die Stadtverwaltung handelte schnell, ein Arbeitskreis wurde gebildet. Für die ersten 80 Flüchtlinge stehen bereits schon Unterkünfte bereit: einmal das ehemalige Eichberg-Klinikgebäude auf dem Wacholderhofgelände und zum anderen der ehemalige Gasthof „Vater Rhein“ in Erbach. Die Einrichtung dieser Häuser obliegt der Stadt, dazu gehören die Ausstattung mit Betten, Kühlschränken, Waschgelegenheiten und sanitäre Anlagen - die Auflagen dafür sind festgelegt. Ein Hausmeisterservice seitens der Stadt ist ebenfalls schon organisiert. „Wir sind sehr froh, die Unterkunftsfrage so schnell geklärt zu haben. Nun geht es an die Ausstattung und dann sind wir erst einmal bereit, die ersten Flüchtlinge zu empfangen. Ein großer Dank von uns allen geht hiermit auch schon mal an die ehrenamtlichen Helfer, die sich gemeldet haben, um uns zu unterstützen!“

Der Eltviller Tisch, der ASB, die Malteser, das Deutsche Rote Kreuz, die Caritas sowie zahlreiche Ehrenamtliche des Ehrenamtsbüros Eltville sind bereits mit im Boot und schon aktiv. Auch Gespräche mit den Kirchen stehen an.

Neben den Unterkunftseinrichtungen geht es auch um Dienstgänge, behördliche Regelungen und soziale Integration. Dafür werden Dolmetscher gesucht, die bereit sind, den Menschen zu Beginn zu helfen, sich hier zurecht zu finden. Hier sollen unter anderem die ausgebildeten Integrationslotsen zum Einsatz kommen. Der Rheingau-Taunus-Kreis stellt drei Sozialarbeiter zur Verfügung, die sich um die verschiedenen Belange kümmern und einmal pro Woche vor Ort sein werden, darüber hinaus zusätzlich bei Bedarf. Der Fachdienst des Kreises übernimmt Aufgaben wie die Auszahlung der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die Bearbeitung der ausländerrechtlichen Belange, zum Beispiel Beantragung von Aufenthaltstiteln, Ausgabe der Krankenbehandlungsscheine sowie die Anmeldung und Unterstützung der Kinder in Schulen und Kindergärten.

Nach Angaben des Regierungspräsidiums stammen die meisten der Flüchtlinge aus Eritrea, Syrien, Afghanistan, Somalia, Kosovo, Serbien, Somalia, Pakistan und Albanien. Die durchschnittliche Verweildauer in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen beträgt rund vier Wochen, bevor die Menschen dort die Einrichtung verlassen, um in einer Kommune unterzukommen. Die Zuteilung an die Kommunen erfolgt jeweils nur wenige Tage vorher, bekannt sind dann Nationalität, Name, Alter und Geschlecht.

„Die Flüchtlingsgeschichten gehen uns alle etwas an, daher sind wir auf die Hilfe und vor allen Dingen auch auf das Verständnis aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen“, appelliert Bürgermeister Kunkel. „Momentan ist noch keine Sammelstelle für Spenden eingerichtet, die sicher notwendig werden, sobald die Flüchtlinge eingetroffen sind und der genaue Bedarf ermittelt werden kann. Wer mithelfen möchte, kann sich aber gern per
E-Mail an ehrenamt@eltville.de wenden, bitte aber mit konkreten Angaben zu Kontaktdaten und Hilfsangeboten.“

Am Donnerstag, 23. Oktober 2014, um 19.30 Uhr,  findet in Erbach (Sitzungssaal ehemaliges Rathaus) eine Ortsbeiratssitzung statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Eltville am Rhein, 13. Oktober 2014

 

 
Auf dieser Website werden Cookies für statistische Zwecke und Tracking-Tools verwendet. Informationen zu Cookies, den verwendeten Tracking-Tools und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie durch unsere Webseite surfen, erklären Sie sich mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden. OK