Rheingau-Bürgermeister fordern bessere Kommunikation von Hessen Mobil

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Rheingau. Die sieben Bürgermeister der Rheingau-Kommunen wehren sich gegen die Informationspolitik von Hessen Mobil. „Wir haben das Gefühl, dass sich die Handelnden bei Hessen Mobil gar nicht über die massiven Folgen ihres Tuns für die Bevölkerung bewusst sind“, erklären die Verwaltungschefs unisono. – Die Bürgermeister geben heute auf Initiative des Eltviller Verwaltungschefs Patrick Kunkel einen gemeinsamen offenen Brief an Hessen Mobil heraus. Grund ist die enorme Beeinträchtigung des Berufsverkehrs durch die nur noch eingeschränkt mögliche Nutzung der Salzbachtalbrücke der A 66 bei Wiesbaden.

Dass es eine Beeinträchtigung der Tragfähigkeit der Brücke gibt, haben die Bürgermeister der Rheingau-Kommunen am frühen Morgen über die sozialen Netzwerke erfahren – nicht von Hessen Mobil. „Die Firma ist unser Dienstleister Nummer eins, wenn es um Mobilität geht“, so die Bürgermeister. „Deshalb ist eine gute und reibungslose Kommunikation so wichtig.“

Die Bürgermeister der sieben Rheingau-Kommunen fordern eine bessere und rechtzeitige Information durch Hessen Mobil über alle Verkehrsbeeinträchtigungen, die die Bevölkerung zu tragen hat. „Diese Informationen benötigen wir, damit wir wiederum unsere Bürger rechtzeitig informieren können“, erklären die Verwaltungschefs. „Es macht sich ein Gefühl der Ohnmacht breit, wenn wir diese wichtigen Informationen nicht aus erster Hand bekommen.“ Überdies halten die Bürgermeister es in Fällen von massiver Beeinträchtigung des Verkehrs für zwingend notwendig, die Lage mit dem Öffentlichen Personennahverkehr abzustimmen. Mehr Züge und Busse, die in solchen Fällen eingesetzt würden, könnten helfen, die Lage für die Berufspendler zu entschärfen, so die Verwaltungschefs.

„Kommunikation ist das wichtige Thema unserer Zeit“, so die Bürgermeister weiter. „Unsere Bürger erwarten von uns, dass wir mit dem Mobilitätsdienstleister Hessen Mobil in engem Kontakt stehen und eine gute Kommunikation vor allem in der Krise führen.“ Viele Beispiele aus der letzten Zeit zeigen jedoch, wie schwer es ist, überhaupt mit dem Unternehmen zu kommunizieren: Das Chaos rund um den Bahnübergang in Rüdesheim, der jahrelange Radwegebau zwischen Rüdesheim und Lorch oder das Nichthandeln bei der defekten Rückschlagklappe an der Unterführung in Erbach sprechen hier eine eindeutige Sprache.

„Wir sollten uns zusammensetzen und klare Kommunikationswege im Krisenfall festlegen“, fordern die Bürgermeister. Dann könne man die Bürger rechtzeitig informieren und ein Chaos auf den Straßen möglicherweise vermeiden oder zumindest gering halten.

Eltville am Rhein, 22. Januar 2019

 
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