„Rosen gottweißwoher so schön“

| Pressemeldungen Aktuelles

Eltville. Jedes Jahr am ersten Juni-Wochenende ehrt der deutschlandweit tätige Verein „Literaturlandschaften“, der sich für den Erhalt und die Pflege deutscher Literaturstätten einsetzt und dabei mit Kommunen und Institutionen zusammenarbeitet, Dichterorte mit einem Rosentag. In diesem Jahr ist die Rosenaktion in Anlehnung an die erste Zeile aus dem Gedicht „Keiner weine“ von Gottfried Benn unter das Motto gestellt worden: „Rosen gottweißwoher so schön“. Da in diesem Jahr die Gottfried-Benn-Gesellschaft unter dem Vorsitz ihres Präsidenten Prof. Rainer Schmelzeisen den ehemaligen Eltviller Stadtturm zu einer Gedenkstätte mit Texten und Bildern von Gottfried Benn umgewandelt hat, wurde am Pfingstsamstag, zu den Rosentagen, eine weiße Rose vor Benns Totenmaske niedergelegt. Gottfried Benn, 1886 in Brandenburg geboren und 1956 in Berlin gestorben, war als Mediziner und Lyriker gleichermaßen für seine Forschungen und intellektuellen Texte bekannt. „Die Gottfried-Benn-Gesellschaft ist erfreut, dass sie im ehemaligen Eltviller Stadtturm einen wunderbaren historischen Ort gefunden hat, an dem Gottfried Benn wieder lebendig wird“, so der gebürtige Eltviller Prof. Rainer Schmelzeisen, der als ärztlicher Direktor in der Uniklinik Freiburg sich Benn sehr verbunden fühlt.  Doch da es ihn immer wieder in seine alte Heimat zieht, erwarb Schmelzeisen vor drei Jahren den Turm von der Stadt Eltville. Nach der sorgfältigen Renovierung sind nun nicht nur Erinnerungsstücke von Gottfried Benn, darunter auch einige originale Handschriften und Texte, eingezogen – Schmelzeisen, selbst Künstler, nutzt die historischen Räume des ehemaligen Gefängnisses für moderne Kunstinstallationen, die die Benn-Sammlung ergänzen, aber auch kontrastieren. Dieser höchst spannend inszenierte, neue Kulturort soll auch bald interessierten Eltvillern und ihren Gästen mit Führungen zugänglich gemacht werden. „Die Stadt Eltville freut sich sehr über das Engagement von Prof. Schmelzeisen – nicht nur die Sanierung des Stadtturmes, sondern auch seine neue Bestimmung als ‚Dichterhaus und Kunststätte‘ sind eine große Bereicherung für die Wein-, Sekt- und Rosenstadt“, so Bürgermeister Patrick Kunkel. Mit der symbolischen Rosenniederlegung reiht sich Eltville in die Städte der „Literaturlandschaften“ ein, in denen sich am ersten Samstag im Juni Literaturfreunde landauf und landab mit einer Rose in der Hand an ein Dichtergrab oder an einen anderen mit einer Schriftstellerin oder einem Schriftsteller verbundenen Ort aufmachen, um mit dieser kleinen Geste an die Person und das Werk zu erinnern.

Eltville am Rhein, 6. Juni 2017

 
X

Aufgrund technischer Funktionen und zur Optimierung unserer Webseiten hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit und -relevanz nutzen wir auf unseren Webseiten unterschiedliche Arten von Cookies. Um alle Funktionen und Angebote in vollen Umfang nutzen zu können, sollten diese aktiviert werden. Sie können der Nutzung durch einen einfachen Klick auf „OK“ zustimmen, durch einen Klick auf „Ablehnen“ ablehnen oder sie mit „x“ temporär schließen. Sie können Ihre Angaben zur Nutzung optionaler Cookies in den Einstellungen Ihres Browsers jederzeit ändern und die Berechtigung nachträglich widerrufen oder erteilen. Mehr dazu erfahren Sie in der Datenschutzerklärung.