KLIA-NET Weinbau

Kooperationen zur Klimaanpassung in Weinbau-Landschaften am Beispiel des Rheingaus – Handlungskompetenzen zur Adaption für kommunale Akteure mithilfe des Konzepts der Ökosystemleistungen

Das Projekt zielt darauf ab, lokale und interkommunale Kooperationen auf- und zu einem konzertieren Handeln zur Anpassung an den Klimawandel im Weinbau am Beispiel des Rheingaus auszubauen. Innerhalb des Netzwerkes "KliA-Net-Weinbau" wollen die Projektbeteiligten effektive, zukunftswirksame Handlungs- und Umsetzungskonzepte zur Klimaanpassung für die unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren im Weinbau und in der Landschaft entwickeln und umsetzen. Weitere Ziele sind Maßnahmen zur Verringerung von Klimaschäden unter der Prämisse des Klimaschutzes und der bestmöglichen Erbringung von Ökosystemleistungen.

Die Beteiligten des Netzwerks aus allen relevanten Bereichen der Region, wie Kommunen, Betriebe, Verbände, Fachbehörden, sollen durch die innerhalb des Projektes erforschten und umgesetzten Ergebnisse befähigt werden, selbst praktische Maßnahmen zur Klimaanpassung umzusetzen und gegebenenfalls auf andere Gebiete zu übertragen – wie etwa auf den Obstanbau, die Landwirtschaft sowie Wald- und Naherholungsgebiete. Es geht in erster Linie darum, auf die klimatischen Veränderungen ökologisch und ökonomisch effektiv zu reagieren. Daher sind Städte und Gemeinden im Rheingau dazu aufgerufen, gemeinsam Projekte in den Bereichen Flurbereinigung, Starkregen sowie Natur- und Klimaschutz voranzubringen. Darüber hinaus entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit den Winzerinnen und Winzern Maßnahmen, mit denen sich der Weinbau besser auf die verändernden Klimaverhältnisse einstellen lässt.

KliA-Net Internetseite

Mehr Informationen zu dem Projekt hier!

Pressemitteilung zum ersten Netzwerktreffen 2019 hier!

Klimaschutzteilkonzept der Stadt

Die Stadt Eltville setzt sich aktiv für den Klimaschutz ein. Der durch den Anstieg von Treibhausgasemissionen entstandene Klimawandel wirkt sich schon heute spürbar in vielen Regionen aus. Der zurückliegende Sommer mit seiner extremen Dürre wird vielfach als Vorbote interpretiert. Die globale Herausforderung besteht darin, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, um den Temperaturanstieg zumindest auf maximal zwei Grad zu begrenzen.   
Die Stadt Eltville möchte ihren Beitrag zur Schonung von Ressourcen und zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen leisten. Daher hat die Stadt Eltville in der Vergangenheit bereits viele Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Energieverbrauchsreduzierung umgesetzt. Um weitere Möglichkeiten zur Energie- und Kohlendioxid-Reduzierung auszuschöpfen, wurde von der Stadtverwaltung ein Klimaschutzteilkonzept für die eigenen Liegenschaften beauftragt und durch das Ingenieurbüro IBS-Stappenbeck aus Bammental bei Heidelberg erstellt.  
Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes konnte die Stadt Eltville Herrn Christian Zarmstorf gewinnen, der seit dem 01.10.2019 bis zum 30.09.2021 die Maßnahmen bearbeitet. Das Projekt Umsetzung des Klimaschutzteilkonzept (Förderkennzeichen 03K11287) wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit www.bmu.de aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages mit dem Forschungszentrum Jülich GmbH als Projektträger www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen.  

 „Nationale Klimaschutzinitiative"   
Mit der "Nationalen Klimaschutzinitiative" initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen."  
Das Konzept des Ingenieurbüros zeigt den Jahresenergieverbrauch und die daraus resultierende CO2 -Bilanz der städtischen Liegenschaften auf. Das Büro Stappenbeck hat auf Grundlage der Überprüfung des Zustandes und der Energieeffizienz der haustechnischen Anlagen kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen ausgearbeitet. Mittels dieser wirtschaftlich verhältnismäßigen Empfehlungen kann die Stadt Eltville den CO2 -Ausstoß ihrer Liegenschaften um bis zu 15% senken. Die ersten Teilelemente werden bereits umgesetzt. Dabei können schon durch die kurzfristig und zum Teil einfach umsetzbaren Maßnahmen mit relativ geringem Mitteleinsatz erstaunliche Ergebnisse erzielt werden, die sich durch daraus resultierende Einsparungen schon in kurzer Zeit amortisieren. Mit der Veröffentlichung dieses Konzepts möchte die Stadt Eltville Möglichkeiten aufzeigen, die auch im privaten und gewerblichen Bereich umgesetzt werden und zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO2 -Ausstoßes führen können.   

Hier geht es zur Präsentation des Ingenieurbüros IBS-Stappenbeck aus Bammental und den Inhalten des Klimaschutzteilkonzeptes.

E-Mobilität und E-Carsharing

Die Verwaltung der Stadt Eltville verfügt seit 2017 über drei E-Fahrzeuge, 2020 kommen noch zwei weitere hinzu. Den Angestellten stehen außerdem mehrere E-Bikes für innerstädtische Kurzstrecken zur Verfügung. In Kooperation mit "Bürgersolar Eltville" betreibt die Stadt ein E-Carsharing mit eigenem E-Fahrzeug.

2019 hatte die Stadt Eltville mit der BürgerSolar-Eltville GmbH und Co.KG sowie der Energiegewinner eG aus Köln einen Vertrag zur Nutzungsüberlassung von Stellplätzen am Kiliansring geschlossen. Insgesamt sechs Einstellplätze werden nun seit mehr als einem Jahr von den Vertragspartnern genutzt. Davon stehen in der Regel vier für das Schnellladen von Elektrofahrzeugen, zwei für das E-Carsharing zur Verfügung.

Nachdem BürgerSolar-Eltville schon im Herbst 2020 ein Fahrzeug für das E-Carsharing in Eltville am Kiliansring installiert hat, folgen nun die Energiegewinner eG mit zwei weiteren E-Carsharing-Fahrzeugen. „Als wir die Parkplätze für diese Kooperation zur Verfügung gestellt haben, wollten wir damit ein Zeichen für die E-Mobilität in Eltville setzen. Die Verfügbarkeit öffentlicher Ladeinfrastruktur ist eine unabdingbare Voraussetzung für das Vorankommen der E-Mobilität“, erläutert Bürgermeister Patrick Kunkel.

Die von der BürgerSolar Eltville betriebenen Schnellladesäulen würden mit mehr als 180 Ladevorgängen monatlich hervorragend angenommen. „Und zusammen mit dem in der Region einzigartigen Angebot des E-Carsharings mit gleich zwei Anbietern sind wir in diesem Bereich der nachhaltigen Mobilität in Eltville nun hervorragend aufgestellt“, so Kunkel.

Das Thema E-Mobilität bildet für die Bürgergenossenschaft der Energiegewinner, für BürgerSolar-Eltville sowie die Stadt Eltville einen wesentlichen Bestandteil der Energiewende.

Die Fahrzeuge des stationsbasierten Carsharing-Angebots sind allesamt Renault Zoe und werden mit 100 Prozent Bürgerstrom ökologisch und CO2-frei betrieben. Ihre Reichweite beträgt mindestens 250 bis maximal 390 Kilometer, geladen werden diese vorwiegend vor Ort an den Ladesäulen an den reservierten Parkplätzen. Für auswärtiges Laden verfügen sie außerdem über ein Typ 2 Ladekabel für normale Steckdosen, darüber hinaus noch über ein Typ2-Kabel für alle AC-Anschlüsse an Ladesäulen sowie über einen Chip, mit dem auch das Schnelladen an den meisten Säulen möglich ist.

Jugendzentrum / Your city for future

Das Eltviller Jugendzentrum trägt durch seine Aktionen zur Schaffung einer inklusiven Gesellschaft bei. Eine wichtige Rolle spielt hierbei das innovative Format der Teilhabe und Generationengerechtigkeit "YCFF - Your city for future", in dem die Jugendlichen aktiv Vorschläge zu Klimaschutz und mehr Nachhaltigkeit in ihrer Stadt entwickeln.

 
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