stadtbäume
Städtische Baumschule: Erste Setzlinge erfolgreich angezogen
Eltville am Rhein. Air-Pot-Material ist ein spezieller, recycelter Kunststoff, der zur Herstellung von Pflanzgefäßen verwendet wird. Die durchlässigen Wände der Pflanzrinne fördern das Wachstum der Feinwurzeln, damit die Bäumchen später gute Startvoraussetzungen am Pflanzstandort haben.
Nun wurden die ersten erfolgreich angezogenen Setzlinge ins Freiland in der Nähe des Erbacher Friedhofes eingepflanzt. Hier werden sie in den nächsten Jahren heranwachsen und für die Auspflanzung ins Stadtgebiet vorbereitet. Zu den Sorten, die die Stadt in diesem Jahr selbst angezogen hat, gehören klimaresiliente Baumarten wie Blasenesche, Zürgelbaum oder Amberbaum.

„Angedacht ist, Stadtbäume für Eltville in Eltville selbst vorzuziehen, damit sich diese an die klimatischen Verhältnisse des Rheingaus gewöhnen können, regional produziert werden und nach Bedarf im Stadtbereich ausgepflanzt werden können“, erklärt Bürgermeister Patrick Kunkel den Hintergrund zum Projekt. „Neben Klimabäumen können natürlich auch heimische Baumarten und regionale Sorten vorgezogen werden, die dann für die Auspflanzung in der offenen Landschaft vorgesehen sind.“ Die Pflanzrinne wurde zunächst oberhalb von Rauenthal aufgebaut und wird nun ebenfalls nach Erbach umziehen, da der Platz in Rauenthal dauerhaft zu knapp wird.

Inspiriert wurde die Idee für eine kommunale Baumschule von einem Besuch in Eltvilles Klimapartnerstadt Tunuyán im argentinischen Mendoza. Bei dem Projekt wird die Stadtverwaltung eng von der Hochschule Geisenheim und dem Forstamt beraten und begleitet. In Eltville finanzierte die „Stiftung Nachhaltiger Rheingau“ mit einer Spende von 2.500 Euro ein Drittel der Startkosten für die innovative Baumschule.
Eltville am Rhein, 3. Dezember 2025


