Klimaschutz & -anpassungen

Klimaschutz und -anpassungen

Seit der Industrialisierung gibt es einen erhöhten Ausstoß an Treibhausgasen, mit der Folge, dass der Mensch klimatische Veränderungen beschleunigt. Weltweit sind die Auswirkungen klimatischer Veränderungen spürbar. Auch im Rheingau lassen sich Änderungen beobachten, so gibt es u.a. längere Trockenzeiten im Sommer und dadurch bedingtes Waldsterben, ein Absinken des Grundwasserspiegels sowie immer häufiger auftretende Starkregenereignisse.

Das Land Hessen strebt aktuell eine Reduktion seiner Treibhausgasemissionen bis 2025 um 40 Prozent an, im Vergleich zu 1990. Bis 2030 sollen die Emissionen um 55 Prozent reduziert werden. Spätestens 2045 will Hessen klimaneutral werden. Die Senkung des Klimagasausstoßes ist eine gemeinsame Aufgabe, die jeden betrifft.

Mit dem Beitritt zu den Klima-Kommunen, d.h. zu dem Bündnis der Hessischen Kommunen zur Einhaltung der Klimaschutzziele, hat die Stadt Eltville 2010 entschieden, die Klimaschutzziele des Landes Hessen auf kommunaler Ebene zu unterstützen.

Welche Maßnahmen hat die Stadtverwaltung umgesetzt?

  • Umsetzung des Klimaschutzteilkonzeptes „Klimaschutz in eigenen Liegenschaften der Stadt Eltville"
  • Neuer Fachbereich Energie, Mobilität, Umwelt bearbeitet die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung
  • Schon heute wird nur Ökostrom eingekauft, der mit einer Neuanlagenquote den Ausbau erneuerbarer Energien zusätzlich fördert
  • Mehrere städtische Gebäude wurden mit Inhibitor für eine bessere Wärmeleitfähigkeit ausgestattet
  • Holzpellets-Heizungen im ehemaligen Amtsgericht und im Rathaus. CO2-Reduktion pro Jahr: ca. 60 Tonnen.
  • Photovoltaikanalge auf dem Rathausdach. CO2-Reduktion pro Jahr: ca. 10 Tonnen.
  • Umstellung der Straßenbeleuchtung und einzelner Liegenschaften auf LED. CO2-Reduktion pro Jahr: mehr als 120 Tonnen.
  • Mitfahrbänke, Fahrradstationen, Teilnahme am jährlichen Stadtradeln und die Einführung des ÖPNV-Tickets für Mitarbeitende zur Förderung einer klimafreundlicheren Mobilität
  • Starkregensimulationen und Sickergruben mit dem Ziel, die Versickerung in der Landschaft fördern.
  • Renaturierung von Bäche zur Entschärfung des Hochwasserrisikos. Beim Hochwasserschutz kooperiert die Stadt mit zahlreichen Akteuren. Ein wichtiger Partner ist z.B. Rheingauwasser, ebenso auch beim Aufbau eines Brauchwassersystems zur Sicherung der Frischwasserversorgung in trockenen, heißen Sommern
  • Netzwerkprojekt KliANet mit der Wissenschaft, um gemeinsam mit den Weinbauakteuren den Rheingauer Weinbau zukunftsfest machen.
  • Aktuell in Planung: Intelligente Regelungstechnik für die Burg, das Rathaus und das ehemalige Amtsgericht. Dadurch soll mit dem Energieverbrauch besser gehaushaltet und eine Einsparung bis zu 30 Prozent der Energieverbräuche möglich werden.

Was kann jede und jeder Einzelne tun?

Die Stadt Eltville kann nur gemeinsam mit der Bürger- und Unternehmerschaft die Klimaziele erreichen, um das Aufheizen der Erde zu entschleunigen. Klimaschutzmanager Christian Zarmstorf erklärt, was jede und jeder Einzelne umsetzen kann:

  • Kostenlose Energieberatung wahrnehmen: Die Energieberater geben Tipps rund ums Energiesparen und helfen, erneuerbare Energie im eignen Haushalt zu nutzen und Fördermittel für Sanierungen zu erhalten.
  • Regional einkaufen und bewusster konsumieren, z.B. weniger Fleisch zu essen und weniger Lebensmittel wegzuschmeißen.Tipps gibt's in unserem nachhaltigen Einkaufsratgeber.
  • Gut überlegen, was man wirklich braucht: Muss es wirklich schon wieder ein neues Handy oder der fünfte Pullover sein?
  • Zuhause ist es auch schön: Urlaub vor Ort kann eine gute Alternative zu Flugreisen sein.
  • Klimaneutralere Fortbewegung wie Rad- oder Bahnfahren im Alltag.