vortrag
„Das Flüchtlingslager Eltville 1946-1950“ von Dr. Heinrich Maulhardt in der Mediathek
Die Veranstaltung ist bereits voll. Es gibt eine Warteliste.
Eltville am Rhein. Im Frühjahr 2026 jährt sich ein für Eltville und den Rheingau historisches Ereignis: Vor 80 Jahren erreichten mehrere Tausend Menschen aus den deutschen Ostgebieten, der Tschechoslowakei und Ungarn den Eltviller Güterbahnhof. Mit ihren wenigen Habseligkeiten und einem Quäntchen Hoffnung kamen sie ins Auffanglager der Burg Crass, um nach einigen Tagen Aufenthalt in die verschiedenen Gemeinden des Rheingaus verteilt zu werden. Betrieben wurde das Lager von der Eltviller Caritas, der Stadt Eltville am Rhein und dem Rheingaukreis.
Die Leitung hatte Margarete Maulhardt inne, die 1981 verstorbenen Großmutter von Dr. phil. Heinrich Maulhardt. Ihre Erzählungen sowie ihr schriftlicher Nachlass bargen grundlegende Informationen für weitere Recherchen, die wiederum viele Fragen aufwarfen und den Anstoß für den Enkel gaben, sich eingehend dieser Thematik zu widmen und mit ihr auseinanderzusetzen. Dazu konsultierte er umfangreiche Quellen und recherchierte in den Archiven in Wiesbaden und Eltville, studierte persönliche Quellen und bereits erfolgte Veröffentlichungen, die die Grundlagen für einen umfangreichen und detaillierten Vortrag bilden.
Um Interessierte an diesem wichtigen Part der Eltviller Nachkriegsgeschichte teilhaben zu lassen, sind diese herzlich zur Vortragsveranstaltung „Das Flüchtlingslager Eltville 1946 -1950“ in Kooperation mit dem Rheingau-Taunus-Kreis am Dienstag, 17. März 2026, um 19 Uhr in der Mediathek Eltville eingeladen.
Im Verlauf des Abends wird Dr. Heinrich Maulhardt den interessierten Gästen Einblicke geben in seine historischen Recherchen und freut sich, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Den Abend bereichert Prof. Dr. Leo Gros, der es mit seiner besonderen Art der Moderation zu verstehen vermag, die Gäste mit ins Gespräch einzubeziehen und persönliche Bezüge von damals bis in die Gegenwart herzustellen. Von besonderem Interesse ist, zu erfahren, ob es heute noch Nachfahren gibt, die sich an die Zeit des Eltviller Flüchtlingslagers erinnern, und sei es nur aus Erzählungen. Deshalb freuen sich Dr. Heinrich Maulhardt und das Team des Stadtarchivs Eltville um Beiträge von Zeitzeugen bzw. deren Nachfahren.
Wer noch etwas aus dieser Zeit weiß und dies für den Vortragsabend beisteuern kann, meldet sich bitte bei der städtischen Archivarin Mirjam Ehlers per E-Mail an mirjam.ehlers@eltville.de oder unter der Telefonnummer 06123/697-305.
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, eine Anmeldung ist darum erforderlich und wird ab sofort unter mediathek@eltville.de entgegengenommen. Der Vortrag ist kostenfrei, über eine Spende freut sich der Förderverein des Stadtarchivs Eltville.
Eltville am Rhein, 29. Januar 2026


