Wohnen im Alter

Frisch ausgebildete Wohnberaterinnen verstärken das Angebot im Oberen Rheingau


Eltville am Rhein. Die HfW qualifiziert haupt- und ehrenamtliche Wohnberaterinnen und Wohnberater in ganz Hessen. Mit ihrem neuen Fachwissen stärken sie das Wohnberatungsangebot für den Oberen Rheingau und unterstützen Bürgerinnen und Bürger künftig noch gezielter dabei, möglichst lange selbstständig und sicher in den eigenen vier Wänden leben zu können.

„Wir freuen uns, dass der Standort Eltville nun mit Andrea Derstroff, Claudia Rösch und Marie Lindemann über drei hauptamtliche Wohnberaterinnen verfügt. Gemeinsam mit unserem Team aus zehn ehrenamtlichen Wohnberaterinnen und Wohnberatern können wir das Wohnberatungsangebot im Oberen Rheingau weiter stärken und den Menschen eine kompetente, wohnortnahe Beratung anbieten“, freut sich Bürgermeister Patrick Kunkel.

Bei Hausbesuchen noch besser aufgestellt

Für Claudia Rösch ergänzt die Qualifizierung ihre Arbeit als Gemeindepflegerin ideal. Bei ihren Hausbesuchen ermittelt sie den individuellen Unterstützungsbedarf und vermittelt passende Hilfen – beispielsweise Nachbarschaftshilfen, ambulante Pflegedienste oder weitere Unterstützungsangebote. Durch die Ausbildung hat sich ihr Blick auf die individuellen Wohn- und Lebenssituationen der Menschen nochmals erweitert und sie kann ihre Beratung noch ganzheitlicher gestalten.

„Besonders bereichernd waren für mich die Einblicke in das Thema Demenz sowie die praxisnahen Inhalte zum Umgang mit schwierigen Beratungssituationen und herausfordernden Gesprächen. Das hilft mir bei meinen Hausbesuchen sehr, Situationen besser einzuschätzen und die Menschen noch individueller zu unterstützen“, so Claudia Rösch. Außerdem spannend zu erfahren sei gewesen, mit welchen Wohnraumanpassungen Menschen häufig viele Jahre länger sicher in ihrem gewohnten Zuhause leben könnten. Gleichzeitig habe ihr der Besuch eines Wohnprojekts gezeigt, welche alternativen Wohnformen es gibt und welche neuen Möglichkeiten sich eröffnen, wenn das Leben in der eigenen Wohnung irgendwann nicht mehr möglich sein sollte.

Neues Wissen in die tägliche Arbeit einbringen

Auch Marie Lindemann wird die neuen Kenntnisse unmittelbar in ihre tägliche Arbeit einbringen. Im Senioren- und EhrenamtsBüro ist sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Andrea Derstroff erste Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Wohnberatung. Von dort aus werden die Ratsuchenden an das erfahrene Team ehrenamtlicher Wohnberaterinnen und Wohnberater vermittelt, die die Beratungen vor Ort durchführen.

Das Beratungsangebot reicht von einfachen Alltagshilfen – beispielsweise einer Knöpfhilfe – bis hin zu umfassenden Wohnraumanpassungen wie einem barrierearmen Badumbau. Viele Hilfsmittel können im Senioren- und EhrenamtsBüro außerdem ausprobiert oder ausgeliehen werden.

„Die Ausbildung war ausgesprochen abwechslungsreich und praxisnah gestaltet. Besonders wertvoll sind für mich die vielen neuen Kenntnisse über Hilfsmittel, die den Alltag von Menschen erleichtern können. Außerdem habe ich viel über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für Wohnraumanpassungen gelernt – ein Thema, das in den Beratungsgesprächen immer wieder eine wichtige Rolle spielt. Dieses Wissen kann ich nun direkt in meiner täglichen Arbeit einsetzen“, sagt Marie Lindemann.

Netzwerk Wohnen Rheingau-Taunus

Die Stadt Eltville ist Teil des Netzwerks Wohnen Rheingau-Taunus. Das Senioren- und EhrenamtsBüro bildet die Wohnberatungsstelle für den Oberen Rheingau mit den Kommunen Eltville am Rhein, Kiedrich, Walluf und Schlangenbad. Ziel des Netzwerks ist es, Menschen durch unabhängige und wohnortnahe Beratung dabei zu unterstützen, möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können.

Die Wohnberatungen vor Ort werden von einem engagierten Team ehrenamtlicher Wohnberaterinnen und Wohnberater durchgeführt, die ihre langjährige Berufs- und Lebenserfahrung in die kostenfreien und neutralen Beratungen einbringen. Die hauptamtlichen Ansprechpartnerinnen koordinieren das Angebot und stehen den Ratsuchenden als erste Anlaufstelle zur Verfügung.

Hilfe holen, bevor sie gebraucht wird

Eine Wohnberatung lohnt sich nicht erst dann, wenn Einschränkungen den Alltag erschweren. Oft reichen bereits kleine Veränderungen oder der Einsatz passender Hilfsmittel aus, um das Wohnen sicherer und komfortabler zu gestalten. Wer frühzeitig vorsorgt, schafft die besten Voraussetzungen, möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden leben zu können. Wer Interesse an einer Wohnberatung hat, kann sich beim Senioren- und Ehrenamtsbüro melden.

Kontakt:

Senioren- und EhrenamtsBüro der Stadt Eltville am Rhein
Kiliansring 3
65343 Eltville am Rhein
Telefon: 06123 697-391
E-Mail: seniorenbuero@eltville.de

Eltville am Rhein, 13. Juli 2026