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Neue Stolpersteine in Eltville am Rhein: Verlegen und Gedenken am 5. November
Eltville am Rhein. „Alle sind herzlich eingeladen, beim Verlegen der Stolpersteine mit stillem Gedenken am Donnerstag, 5. November, um 17.30 Uhr dabei zu sein. Treffpunkt ist der Platz der Deutschen Einheit in Eltville.
Verlegt werden Stolpersteine zur Erinnerung an Familie Neumann, die in der Rheingauer Straße gewohnt hat. „Es werden enge Angehörige der Familie bei uns in Eltville sein und uns ein lebendiges Bild von ihren Verwandten vermitteln“, kündigt Bürgermeister Patrick Kunkel an.
Der Künstler Gunter Demnig hatte die Idee zu den Stolpersteinen nach eigenen Angaben 1992/93. Seine Vorgabe ist, dass die Stolpersteine vor jenen Wohnhäusern verlegt werden, in denen die Opfer des Nationalsozialismus zuletzt freiwillig lebten. Manchmal sind diese letzten Wohnorte nicht zu recherchieren.
Deswegen war das Projekt Stolpersteine für die Stadt Eltville im Jahr 2021 vorübergehend abgeschlossen. In Kooperation mit dem Künstler Gunter Demnig hatte die Stadt insgesamt 54 Stolpersteine in vier Stadtteilen verlegt.
„Inzwischen haben sich Angehörige bei der Stadt gemeldet und uns Papiere ihrer Familie vorgelegt“, berichtet Bürgermeister Kunkel weiter. Mit Hilfe dieser Unterlagen konnte Dr. Sebastian Koch, der von der Stadt beauftragte Historiker, die notwendigen Daten recherchieren.
Es handelt sich um Familie Neumann, die aus den Eltern Max und Amalie sowie den Kindern Alfred und Karola bestand. Alle sind 1936 vor den Nationalsozialisten in die USA geflohen. Ihr letzter Wohnort war die Rheingauer Straße 23 in der Eltviller Kernstadt.
„Um das Erinnerungsprojekt in der Bevölkerung zu verankern, haben wir auch dieses Mal wieder Patinnen und Paten für jeden der vier Stolpersteine gefunden“, erzählt Bürgermeister Patrick Kunkel. Alle sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen.
Eltville am Rhein, 23. September 2026


