67. Mahnwache in Eltville

Rege Teilnahme beim Gedenken an viereinhalb Jahre Krieg


Eltville am Rhein. Schon und Kunkel mahnten mit einem Blick auf die aktuellen Angriffe, Drohnenereignisse und Luftraumverletzungen in vielen europäischen Ländern vor der Bedrohungslage. „Es zeigt sich immer mehr, das gilt, was wir immer gesagt haben, nämlich dass sich Russland nicht nur gegen die Ukraine wendet, sondern gegen unsere westlichen Werte und gegen die Freiheit des Kontinents insgesamt“, so Ingo Schon. 

Landrat Sandro Zehner blickte auf die Arbeit in der Kreisverwaltung und unterstrich mit einem Blick auf die deutsche Nationalhymne, dass Einigkeit und Recht und Freiheit die zentralen Werte Deutschlands sind, „für die wir alle immer wieder kämpfen müssen.“ Russland habe deutlich gemacht, dass sein Ziel darin bestehe, die alten Grenzen der alten Sowjetunion wiederherzustellen. „Und diese reale Gefahr müssen wir uns immer wieder vergegenwärtigen.“

(v. l.) Ingo Schon, Sandro Zehner, Olja Piemonte und Patrick Kunkel bei der 67. Mahnwache
(v. l.) Ingo Schon, Sandro Zehner, Olja Piemonte und Patrick Kunkel bei der 67. Mahnwache

Patrick Kunkel skizzierte die aktuellen Entwicklungen an den Ostgrenzen der EU, wo Russland derzeit große Kapazitäten für die Krankenversorgung baue. „Das erinnert an die Wochen vor dem Ukraine-Krieg!“ so Eltvilles Bürgermeister. Außerdem kündigte er an, dass im Dezember eine Delegation aus der Partnerstadt Swenyhorodka zur dann voraussichtlich 70. Mahnwache in den Rheingau kommen wird.

Übersetzt und moderiert wurde die Mahnwache auch dieses Mal von Olja Piemonte, die mit emotionalen Worten deutlich machte, welche Bedeutung die monatliche Mahnwache in Eltville für Menschen in der Ukraine und überall in Deutschland habe. „Wir werden gesehen und vernetzen uns immer stärker.“ Deswegen bleibe es wichtig, sich auch weiterhin zu positionieren und zu treffen. In dieser Überzeugung wird die Reihe der Mahnwache am 24. Oktober fortgesetzt.

Eltville am Rhein, 21. September 2026