seniorenbüro

Rollatortraining in Eltville: Mit Sicherheit mehr Mobilität


Eltville am Rhein. Zu Beginn begrüßte das Team des Senioren- und EhrenamtsBüros – Andrea Derstroff, Karin Müller, Marie Lindemann sowie die Eltviller Gemeindepflegerin Claudia Rösch – rund 35 Rollatornutzerinnen und -nutzer sowie alle, die sich frühzeitig über einen sicheren Umgang mit dem Rollator informieren wollten.

Bevor das Programm begann, bedankte sich das Team des Senioren- und EhrenamtsBüros herzlich bei Marcus Schuster, Thomas Schramm und Thomas Heigel vom Sanitätshaus Lay sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die bei den Vorbereitungen und der Bewirtung mit Kaffee und Kuchen unterstützten.

Den Auftakt machte Marcus Schuster mit einem ebenso informativen wie unterhaltsamen Vortrag. Mit viel Humor stellte er die große Bandbreite moderner Rollatoren vor – vom klassischen Kassenmodell über Indoor- und Outdoor-Rollatoren bis hin zu Unterarm- und elektrischen Modellen. Dabei erklärte er anschaulich, dass die Wahl des passenden Rollators immer von den individuellen Bedürfnissen und der medizinischen Situation abhängt. Auch das Gewicht spiele eine wichtige Rolle: Gerade kleinere und schmächtigere Personen profitierten häufig von besonders leichten Modellen – was Schuster kurzerhand demonstrierte, indem er einen nur fünf Kilogramm schweren Rollator mühelos mit einer Hand anhob.

Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum beantwortete er so bildhaft wie eindrucksvoll und räumte mit einigen Missverständnissen auf, etwa zu den Leistungen der Krankenkassen. Diese übernehmen grundsätzlich das medizinisch notwendige Hilfsmittel. Welche Ausstattung erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Diagnose ab. Das Sanitätshaus Lay berät Betroffene individuell und passt den Rollator direkt vor Ort an.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der richtigen Einstellung der Griffhöhe. Mit einem Augenzwinkern gab Marcus Schuster den Teilnehmenden den Rat: „Wenn Sie keinen Wachstumsschub mehr erwarten, dann lassen Sie die Griffhöhe bitte so eingestellt, wie sie fachkundig für Sie angepasst wurde.“ Als einfache Faustregel gilt: Die Griffe sollten sich auf Höhe der Handgelenkknochen befinden, wenn die Arme locker am Körper herabhängen. So werden Rücken, Schultern und Handgelenke entlastet und der Rollator lässt sich sicher führen.

Nach dem Vortrag kontrollierten die Mitarbeitenden des Sanitätshauses Lay die Bremsen und die Einstellung der Rollatoren, nahmen individuelle Anpassungen vor und beantworteten weitere Fragen. Unter fachkundiger Anleitung konnten die Teilnehmenden einen auf der Terrasse aufgebauten Parcours mit Rampen, Slalom und weiteren Alltagshindernissen absolvieren. Dabei bot sich außerdem die Gelegenheit, verschiedene bereitgestellte Rollatormodelle direkt auszuprobieren und miteinander zu vergleichen.

Die Teilnehmer konnten sich außerdem an den Informationsständen des Pflegestützpunktes des Rheingau-Taunus-Kreises zu Fragen rund um Pflege, Unterstützungs- und Entlastungsangebote für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen beraten lassen oder sich am Infostand des Netzwerks Wohnen über barrierefreie Wohnraumanpassungen und praktische Alltagshilfen informieren. Vom digitalen Türspion über Bewegungsmelder bis hin zu Greifhilfen gab es zahlreiche Hilfsmittel zu entdecken und auszuprobieren.

Als Erinnerung an den gelungenen Nachmittag erhielten alle Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung, auf der die vermittelten Inhalte des Nachmittags festgehalten wurden.

„Heute habe ich gelernt, dass oft schon kleine Veränderungen einen großen Unterschied machen. Die richtige Einstellung der Griffe und ein paar einfache Techniken, zum Beispiel beim Überwinden eines Bordsteins, geben mir jetzt deutlich mehr Sicherheit im Alltag“, zog eine Teilnehmerin am Ende des Trainings ihr Fazit.

Das Team des Senioren- und EhrenamtsBüros sowie des Sanitätshauses Lay freute sich über die gelungene Veranstaltung und die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden. Auch die Informationsangebote des Pflegestützpunktes des Rheingau-Taunus-Kreises und des Netzwerks Wohnen wurden rege genutzt und rundeten den Nachmittag ab.

„Mobilität bedeutet Lebensqualität. Wenn unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach einem solchen Nachmittag mit mehr Sicherheit, mehr Selbstvertrauen und einem guten Gefühl nach Hause gehen, dann haben wir gemeinsam viel erreicht“, freut sich Gemeindepflegerin Claudia Rösch.

Eltville am Rhein, 6. Juli 2026