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Baubeginn Sanierung Sporthalle Erbach rückt näher


Eltville am Rhein. Bürgermeister Patrick Kunkel freut sich, dass das Projekt damit zeitlich bislang im gesetzten Rahmenterminplan liegt, und der für den ersten Bauabschnitt vorgesehene Baubeginn ab Frühjahr 2027 absehbar ist.

Der zweite Bauabschnitt, der den größeren Hallenteil betrifft, soll zeitversetzt erfolgen. Frühestens nach den Hessischen Sommerferien 2027 soll es losgehen. Die Stadt hat den Nutzerinnen und Nutzern sowie den betroffenen Vereinen, die vor allem für den Zeitraum des zweiten Bauabschnitts Ausweichflächen in Anspruch nehmen müssen, Unterstützung bei deren Suche zugesagt.

Der Rathaus-Chef ist sich jedoch sicher: Das Ergebnis der Sanierungsmaßnahme wird die mit Einschränkungen und Beeinträchtigungen verbundene Bauzeit wieder gutmachen.

Neben der energetischen Ertüchtigung der gesamten Gebäudehülle mittels Vollwärmeschutz und Austausch der alten Fenster und Türen soll die technische Gebäudeausrüstung komplett auf einen modernen und energieeffizienten Standard erneuert werden. – Dies beispielsweise durch Änderung des Heizkonzepts im Hallen- und Gymnastikraum auf energiesparende Deckenstrahlheizung, Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, Einbau von LED-Beleuchtung und Ergänzung einer intelligenten Regelungstechnik.

Aber auch Aspekte aus dem Bereich Klimaanpassung kamen bei der Entwurfsplanung nicht zu kurz. Beispielsweise ist eine Retentionszisterne geplant, die bei zukünftig immer wahrscheinlicheren Starkregenereignissen zum einen mehr Schutz vor Überflutungen bietet. Zum anderen kann das gespeicherte Regenwasser zur Bewässerung der städtischen Grünflächen in trockenen Perioden herangezogen werden. Ergänzend ist an einigen Fassadenflächen eine Begrünung geplant.

Notstrom und Kühlung

Bürgermeister Patrick Kunkel war bei der Planung ein weiterer Gesichtspunkt von Anfang an wichtig: Und zwar die Berücksichtigung des Katastrophenschutzes. Die Halle wird daher als Betreuungsplatz 50 geplant, d.h. dass im Katastrophenfall dort 50 Personen über einen gewissen Zeitraum untergebracht und versorgt werden können. Damit dies auch unabhängig von der Stromversorgung über das öffentliche Netz sichergestellt werden kann, ist die Einspeisungsmöglichkeit eines mobilen Notstromaggregates vorgesehen.

Wie der vergangene Sommer gezeigt hat, kann ein Szenario, das den Schutz und die Versorgung der Bevölkerung erfordert, auch in extremer Hitze liegen. Damit die Halle in einem solchen Fall als kühler Rückzugsraum insbesondere für vulnerable Gruppen zur Verfügung gestellt werden kann, sieht die aktuelle Planung die Ausstattung des Gymnastik- und Hallenraums mit einer Gebäudekühlung vor, die energieeffizient über die ohnehin vorhandenen Lüftungsgeräte erfolgen kann.

Ein weiterer Gewinn der Hallensanierung für die Öffentlichkeit ist die Schaffung eines von außen zugänglichen, barrierefreien WCs – neben weiteren barrierefreien Umgestaltungen. Insbesondere den Eltern und Kindern, die den benachbarten Spielplatz am Bachhöller Weg nutzen, steht hier somit zukünftig eine ordentliche Sanitäreinrichtung samt Wickelmöglichkeit zur Verfügung.

Eltville am Rhein, 3. November 2026