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Neugestaltung der Rosenbeete im Amtsgarten der Kurfürstlichen Burg Eltville


Neugestaltung der Rosenbeete im Amtsgarten der Kurfürstlichen Burg Eltville – ein gemeinsames Projekt des Zweckverbands Rheingau, des Regionalparks RheinMain und der Stadt Eltville am Rhein

Eltville am Rhein. Der Rosengarten in der Kurfürstlichen Burg wurde ab 1979 vom damaligen Stadtgärtner Reinhard Pusch angelegt und beheimatet fast 200 verschiedene Rosensorten. 1988 wurde Eltville am Rhein vom Verein Deutscher Rosenfreunde (heute Deutsche Rosengesellschaft e.V.) mit dem Prädikat „Rosenstadt“ ausgezeichnet.

Nach fast 50 Jahren machen nun Bodenmüdigkeit und überalterte Rosen eine grundlegende Überarbeitung der Rosenbeete notwendig. Der Klimawandel mit seinen heißen und trockenen Sommern bringt zusätzlichen Stress für die Rosen mit sich. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits die Rosenbeete entlang der Rheinpromenade erneuert wurden, steht jetzt Schritt für Schritt die Neugestaltung der Bereiche innerhalb der Burgmauern an.

In Zeiten knapper kommunaler Kassen ist die Stadt Eltville am Rhein besonders froh, mit dem Zweckverband Rheingau einen starken und verlässlichen Partner für die Umsetzung des Projekts an ihrer Seite zu haben, der als Projektträger eine zentrale Rolle einnimmt. Gemeinsam mit dem langjährigen Fördermittelgeber und Partner, dem Regionalpark RheinMain, wird das Vorhaben finanziert. Die Förderung bildet dabei eine wichtige Grundlage.



Starke Partner

Bereits für die Grundlagenermittlung in der Planungsphase, zu der unter anderem ein bauhistorisches Gutachten, die Aufarbeitung der Geschichte der Rosenstadt sowie die Einordnung der historischen und teilweise bislang unbekannten Rosen gehören, wurden Fördermittel des Regionalparks RheinMain zur Verfügung gestellt.

Bürgermeister Kunkel freut sich: „Mit dem Zweckverband Rheingau als Projektträger und dem Regionalpark RheinMain als Fördermittelgeber stehen uns als Stadt zwei starke regionale Partner zur Seite, mit denen wir das Vorhaben gemeinsam voranbringen und die Rosenanlagen der Kurfürstlichen Burg für die Zukunft fit machen können. Dafür sind wir sehr dankbar.“

In den kommenden Wochen wird nun also der Amtsgarten neugestaltet. Dieser Teil der Burganlage jenseits des Wehrgangs ist besonders stark durch den Klimawandel in Mitleidenschaft gezogen. Die starke Sonneneinstrahlung im Sommer lässt die Böden extrem austrocknen.

Schatten spenden nur die Linden auf dem dem Rhein zugewandten Platz. Dieser Bereich bleibt von der Maßnahme unberührt, ebenso die Beete entlang der historischen Mauern. Im nördlich gelegenen „Rosenrondell“ dagegen wird der Boden ausgekoffert und gesunde Erde ausgebracht. Die Wege werden für eine bequemere Nutzung neu angeordnet, verbreitert und eingeebnet. Ebenso wird für die effizientere Bewirtschaftung ein Bewässerungssystem installiert. 


Natürliches Gleichgewicht

Nachdem die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind, werden vom städtischen Garten-Team moderne, klimaangepasste und krankheitsresistente Rosensorten in Kombination mit insektenfreundlichen Stauden gepflanzt. Die ausgewogene Bepflanzung trägt zu einem natürlichen Gleichgewicht und zu einer verbesserten Biodiversität bei. Ziel ist es, den Rosengarten ausschließlich mit Hilfe von Insekten und einer guten Pflanzenkombination natürlich zu bewirtschaften. Ein wichtiger und verlässlicher Ratgeber für die Neugestaltung unter nachhaltigen Aspekten ist die Hochschule Geisenheim. 

Spätestens im Frühsommer 2027 werden die neuen Rosen und Stauden den Amtsgarten wieder in eine blühende Oase verwandeln, die als Lebensraum für Eidechsen, Vögel und Insekten dienen soll, und natürlich soll es auch weiterhin ein attraktiver Erholungsraum für das ruhesuchende Publikum sein – zwei Ziele, die auch beim Regionalpark RheinMain im Fokus stehen.

Eltville am Rhein, 6. Oktober 2026