Geschichte der Kurfürstlichen Burg
Die Geschichte der Kurfürstlichen Burg
Die Kurfürstliche Burg bildet mit ihrem unregelmäßigen viereckigen Grundriss den südöstlichen Eckpfeiler der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Sie wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts auf den Trümmern einer im Zollkrieg 1301 zerstörten Vorgängerburg erbaut.
Im 14. und 15. Jahrhundert war die Burg für 150 Jahre bevorzugte Residenz und Verwaltungssitz der Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten.
1635, während des 30-jährigen Krieges, wurde das Bauwerk durch schwedische Truppen zerstört, nur der Turm blieb erhalten. Der Ostflügel wurde im 17. Jahrhundert neu errichtet, während die übrigen Teile der Burg sich bis heute als Ruine zeigen. Bis 1803 war die Burg im Besitz von Kurmainz, gehörte bis 1866 zum Herzogtum Nassau, anschließend zum Land Preußen und ging schließlich 1936 an die Stadt Eltville über.
Die Außenmauer mit den großen zugemauerten Fenstern gehörte zum Palas, der sich nach Westen an den Turm anschloss. Vier Meter unter der Kernburg ist nach Süden der Zwinger vorgelagert. Auch nach Westen und Norden wird die Burg von einem gewinkelten Graben und hohen Mauern umschlossen.

